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Strömungsretter der DLRG Boppard

Ein Projekt von DLRG Boppard e.V.
in Boppard, Deutschland

Durch den Rettungseinsatz im Kreis Ahrweiler in der Nacht vom 14.07.2021, bei dem wir viele Menschenleben retten konnten. Unsere Ausrüstung ist mittlerweile entdeckt, jetzt gilt es die Erfahrungen auszuwerten und Verbesserung durchzuführen.

Rainer Bersch
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Über das Projekt

Am 14.07.2021 um 19.10 Uhr wurden wir als Teileinheit des Wasserrettungszuges Rhein-Hunsrück alarmiert, um im Landkreis Ahrweiler Hilfe zu leisten. Dort angekommen waren der Wassererrettungszug, bis zu seinem Rückmarsch am 15.07.2021 um 17.00 Uhr, mit 32 Einsatzkräften ohne Ruhezeit im Dauereinsatz. Unsere Strömungsretter konnten in der Katastrophennacht und am Tag danach viele Menschenleben retten.  Egal ob es eine verzweifelte schwangere Frau mit ihrem kleinen Kind war, die mit einem riskanten Bootseinsatz aus ihrem Haus evakuiert werden konnte, die zahlreichen Menschen auf den Dächern, welche durch die Strömungsretter gerettet wurden, oder eine ältere Dame, die nach intensiver Suche in einer völlig überfluteten Kellerwohnung doch noch lebendig herausgeholt werden konnte.

Durch den Einsatz unserer Strömungsretter in dem Wasser der Ahr wurde die gesamte persönliche Schutzausrüstung kontaminiert. Neoprenanzüge, Prallschutzwesten, Stiefel, Klettergurte und alles, was mit dem Wasser, was mit Schwerölen, Kraftstoffen und Fäkalien belastet war, in Berührung kam, muss entsorgt werden. Dank der vielen Spender und durch die großzügige Hilfe konnten wir unser Material schnell und unkompliziert ersetzen. Die Beschaffung des neuen Materials ist abgeschlossen und wir sind wieder "einsatzklar". 

In den zahlreichen Nachbesprechungen konnten wir einiges an sinnvollem Zusatzmaterial identifizieren, z.B. als Einsatzoption zu unserem motorisiertem Schlauchboot ein Wildwasser Raft anzuschaffen. Dieses Zusatzmaterial wurde erst durch Ihre Spenden hier auf Betterplace möglich gemacht. Viele weitere Punkte wurden ausgearbeitet und wir nutzen die Zeit, um unser "Konzept zur Strömungsrettung" zu verbessern. Ein weiteren Punkt, den wir erkannt haben, ist, dass unser über 20 Jahre alter Anhänger nicht mehr für solche Einsätze ausreicht. Zum einen benötigen wir immer mehr Material, sind aber schon an der Beladungsgrenze, zum anderen kommt der Anhänger einfach in die Jahre und muss zeitnah ersetzt werden. Auch der Transport des Bootes auf dem Klappdeckel bringt Probleme mit sich. So kommen wir im Einsatz nur an unser Material wenn wir das Boot vorher aufwendig abladen. Kreismittel sind knapp und haben lange Wartezeiten, daher wollen wir versuchen den Anhänger aus Eigenmitteln neu zu beschaffen. Hier sind wir auf Ihre Spenden angewiesen, da wir als ehrenamtliche Hilfsorganisation keine nennenswerten Einnahmequellen besitzen.