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Gemeinsam nachhaltige Lebensgrundlagen in Msumarini/Kenya schaffen

Ein Projekt von Moyo Wangu Kenya e.V.
in Kikambala, Kenia

Der einzige Ausweg aus der endlosen Spirale von Hunger, Armut und Hoffnungslosigkeit ist die Eigenverantwortung sowie die Eigenversorgung der Menschen in Msumarini zu fördern und zu stärken, damit sie ihr Leben selbst managen können.

Andrea Wikmann
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Die nächste Krise für Kenya/Afrika ist bereits vorprogammiert.
Durch die weltweite Pandemie sind bei vielen Menschen dort die Gelegenheitsjobs und Taglohnarbeiten weggefallen, mit denen sie sich normalerweise über Wasser halten. Ausserdem haben sie weder Rücklagen noch einen Sozialfond oder Krankenkassen, die all diese Einschränkungen und Massnahmen wenigstens etwas abfedern konnten. Die Lebensmittelpreise steigen ständig,  da die allgemeine Lebensmittelversorgung durch die Lockdowns sehr eingeschränkt sind. So waren wir einige Monate in Msumarini wie von der Aussenwelt abgeschnitten.   
Dadurch haben sich Hunger und Armut drastisch verstärkt.
Keine Jobs, kein Einkommen, keine Lebensmittel - das weitere Elend nimmt seinen Lauf.

Unser neuestes Projekt ist unser *Moyo Wangu Environment Center*.
Damit ermöglichen wir noch mehr Menschen den Zugang zu besseren Lebensgrundlagen und verbinden notwendigen Natur- und Umweltschutz zu einer Einheit. 
Dabei vermitteln wir das Wissen, wie man Wasser einfach desinfiziert, Müll vermeidet, die Hygiene und die eigenen Lebensumstände verbessert.
Sonne haben wir ja genug in Msumarini. Mit unseren selbstgebauten Solarkochern zeigen wir anschaulich, wie man mit Sonnenenergie kochen und backen und mit unseren Sonnentrocknern Obst und Gemüse für die Vorratshaltung haltbar macht. 
Gewonnene Solarenergie wird zu mobilen Solarstrom und ist eine nachhaltige Alternative zu Batterien sowie zum staatlichen überteuerten Strom.
Mit Holzkisten und Säcken zeigen wir das Anbauen von Gemüse auf kleinstem Raum und geben Informationen zu einer nachhaltigen Landwirtschaft.
Auf unseren Feldern achten wir auf sortenreines Saatgut.  Daraus ziehen wir unsere eigene Samen und geben sie weiter. Als *Spritzmittel* für Ungeziefer und Co setzen wir Kräutersude ein und erklären den Sinn einer biologischen Landwirtschaft. Die Trennung bzw. Vermeidung von Abfall ist auch dort eine Notwendigkeit, da es weder Kläranlagen noch Abfallentsorgung gibt.  Das Anlegen eines Komposters für organischen Abfall ergibt sich da von selbst und liefert guten und natürlichen Dünger.
Die Mädchen und Frauen erhalten Informationen zur Monatshygiene und lernen dabei unsere wiederverwendbaren Slipeinlagen und Menstruationstassen kennen.
Da auch in Kenia immer mehr das tradtitionelle Heilwissen verloren geht, pflanzen wir *alte* Kräutersorten an.
Um der Abholzung entgenzuwirken wachsen in unserem Lehrgarten verschiedene Baumarten wie Moringa-, Neem-  und Baobab Bäume, um später in Msumarini ausgepflanzt zu werden.
Weiterhin stehen wir in engen Kontakt mit Schulen, Lehrer-, Frauen- und Jugendgruppen und verbinden  das Wissen zur Verbesserung der eigenen Lebensgrundlagen mit aktivem Umweltschutz.
Neben Vorträgen und Workshops geben wir auch Hilfe zum Aufbau eines eigenen kleinen Business mit selbsthergestellten Produkten.  
Wir können nicht allen helfen, aber vielen...denn alles was wir tun, wird ein Teil von uns (afrikanisches Sprichwort). 

Dieses Projekt wird auch unterstützt über