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Indigene Teilhabe an ländlicher Entwicklung

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Indigene Gemeinden in Jujuy sollen Kompetenzen in integrierter Entwicklungsplanung erwerben, um mit Unterstützung der Basisorganisation COAJ Gemeindeprojekte zur nachhaltigen Landnutzung, sanftem Tourismus, Vermarktung u.ä. anzustoßen.

Helge S. von Weltfriedensdienst e.V.Nachricht schreiben

Die Andenprovinz Jujuy liegt im Nordwestzipfel Argentiniens, an der Grenze zu Bolivien und Chile. Mineralvorkommen, Transitwege für Pipelines und spektakuläre Naturschönheiten wecken die Begehrlichkeiten nationaler und internationaler Investoren in Jujuy. Noch bis in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts galten dabei die Indio-Ländereien als "verfügbar" - als Niemandsland. 
1989 gründete sich der Rat der Indigenen Organisationen von Jujuy (COAJ), um für die offizielle Zuerkennung kollektiver Landrechte in mehr als 300 Gemeinden einzutreten. Seit 1999 unterstützt der Weltfriedensdienst COAJ bei seiner Arbeit. In dieser Zeit wurde viel erreicht. Die gesetzliche Möglichkeit kollektiver Landtitel wurde durchgesetzt, Landnahme durch Tourismus- und Bergbauunternehmen verhindert, Umweltstudien und Entschädigungen ausgehandelt. Etwa 200 Gemeinden sind inzwischen als juristische Person registriert, rund 50 Gemeinden haben ihren kollektiven Landtitel bereits erstritten.
Die Strategien der Gemeinden zielten bislang weitgehend auf Verteidigung ihres Status und richteten sich v.a. gegen Landnahme, Umweltgefahren und Zerstörung kultureller Stätten durch die Ansiedlung von Bergbau-, Pipeline- und Tourismusunternehmen.
Mit dem Projekt „Indigene Teilhabe an der ländlichen Entwicklung Jujuys“ wollen COAJ und WFD an diesem Punkt anknüpfen.
Die bisher defensiven Gemeindestrategien sollen in den kommenden Jahren zu praktisch wirksamen Dorfentwicklungsplänen weiterentwickelt werden. Die leitenden Gremien der indigenen Gemeinden sollen dabei die notwendigen Kompetenzen in integrierter Entwicklungsplanung erwerben, um - mit Unterstützung durch Experten und COAJ-Mitarbeiter - Gemeindeprojekte zur nachhaltigen Landnutzung, sanftem Tourismus, Vermarktung u.ä. anzustoßen. Dazu wird auch gehören, politische und finanzielle Unterstützung zu organisieren und Verhandlungsprozesse mit außen stehenden Akteuren zu gestalten. 
Sie können die Indigenas in Jujuy auf diesem Weg unterstützen.

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