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Werkzeug für Biotoppflege - Wiedehopfhacke - Ampferstecher - Motorsense

Ein Projekt von BUND Naturschutz in Bayern e.V., KG Nürnberg
in Nürnberg, Deutschland

Man könnte sagen 2021 ist das Jahr der Biotoppflege. Für diverse anstehende Arbeiten würden wir noch ein paar Werkzeuge brauchen können. zwei Ampferstecher - eine Wiedehopfhacke - eine Motorsense für verfilztes und verwachsenes Gestrüb

Gerd S.
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Man könnte sagen 2021 ist das Jahr der Biotoppflege - Für diverse Arbeiten könnten wir spezielle Werkzeuge gebrauchen.

eine Wiedehopfhacke - zwei Ampferstecher - eine Motorsense für dichtes und verfilztes Gestrüb.


Mit einer Wiedehopfhacke können wir Biotopflächen von Wurzeln und kleinen Baumstümpfen befreien, die das Biotop beeinträchtigen oder ohne Eingriff zuwachsen (verbuschen) würden und geschützte Arten im schlimmsten Fall für immer verschwinden.

Zwei Ampferstecher um zu zweit arbeiten zu können. Ein Ampferstecher ist ein geniales Werkzeug um z.b. Jakobskreuzkraut (JKK) in einem Arbeitsgang mit samt der Wurzel zu entfernen. Hier soll eine Fläche mit dem Landschaftspflegeverband im Nürnberger Süden vom JKK befreit werden. Auch ist die Bearbeitung z.B. von Straßenbegleitgrün in Planung.

Zum JKK: Die Ausbreitung stellt eine ernste Gefahr dar, da das Jakobskreuzkraut als Giftpflanze nicht verfüttert werden sollte. Seine Giftigkeit beruht auf der Wirkung verschiedener Pyrrolizidin-Alkaloide, die zu chronischen Lebervergiftungen führen. Die Gefahr ist deshalb nicht zu unterschätzen, da die Auswirkungen der Vergiftung kumulativ sind und dadurch chronischen Erkrankungen auftreten können, wobei insbesondere Pferde, aber auch Rinder offensichtlich empfindlicher reagieren als Schafe und Ziegen. Die Giftstoffe reichern sich in der Leber langsam an und führen dann zu den chronischen Krankheitsprozessen. Die Pflanze ist nicht nur im frischen Zustand giftig, die Alkaloide werden auch nach Heu- und Silagebereitung nicht abgebaut.

Aus der Praxis:
Auch bei der Bearbeitung der Fläche treten schon leichte Reizungen der Haut auf, deshalb kann hier nur mit Handschuhen und langen Ärmeln gearbeitet werden. Die Ausbreitung sollte konsequent verhindert werden. Daher werden wir die Pflanzen auch selbst mit unserer neuen Dämpfschubkarre nach dem Ausstechen umgehend behandeln.

Noch ist die Ausbreitung nicht als sehr problematisch einzustufen, jedoch kann sich dies relativ schnell ändern und man kommt in eine exponentielle Verbreitung - dies soll dringend verhindert werden.

Eine Motorsense ist leider manchmal alternativlos. Ab einer bestimmten Verbuschung und oder sehr starkem Dickicht kommt man um eine Motorsense nicht umhin. Wir setzen diese wirklich nur im Notfall ein und sehr bedacht. Das wir auch nur Alkylat-Treibstoff verwenden ist selbstverständlich.

Manche Biotope wurden (was auch gut ist) schon zwanzig oder dreisig Jahre (nach mündlichen Überlieferungen) nicht mehr bearbeitet, jedoch ist nach dieser Zeit ein Eingriff wieder nötig, der Verwuchs ist so stark, dass ohne Motorsense kein Durchkommen mehr ist. In der Vergangenheit habe ich meine private Motorsense eingesetzt, die aber dem aktuellen Anspruch nicht mehr gewachsen ist. Auch ein Akkuprodukt selbst der neuesten Technologie ist den Aufgaben nicht gewachsen. Daher würden wir gerne ein Markenprodukt mit 2-Taktmotor einsetzen - Aber nur wenn es gar nicht mehr anders geht.

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