Trockentoiletten für ein Dorf in Indien

Ein Hilfsprojekt von „German Toilet Organization e.V.“ (R. Gensch) in Garade, Indien

100 % finanziert

R. Gensch (verantwortlich)

R. Gensch
10.000 Kilometer mit dem Fahrrad, ein Euro pro Kilometer, das macht 10.000 Euro für einen guten Zweck! Und so begeben sich Thomas, Maushami, Erik und Johann von ‚Guts for Change’ (www.gutsforchange.de) in den nächsten Monaten auf die abenteuerliche Reise von Berlin nach Indien. Das Ziel der Reise ist gleichzeitig der Start für ein Sanitärprojekt welches mit Euren Spenden in Garade, Pune umgesetzt werden soll.

In Garade, einer ländlichen Siedlung südöstlich von Mumbai, haben 70% der Bewohner keinen Zugang zu Sanitäranlagen und verrichten ihre Notdurft im Freien. Zudem sind die Wasserressourcen in der Region sehr beschränkt und erlauben nur wenige Monate im Jahr eine sichere Wasserversorgung. Daher ist für das Projektgebiet der Bau von alternativen Trockentoiletten geplant, die ohne Spülwasser funktionieren und eine getrennte Sammlung von Urin und Fäzes erlauben. Nach ausreichender Lagerung können diese als hochwertiger Dünger und Kompost sicher in der Landwirtschaft verwendet werden.

Mit den Spendengeldern ist geplant mindestens 25 Trockentoiletten für etwa 150 Einwohner der Gemeinde Garade zu bauen. Sollten bei der Spendenaktion mehr als die anvisierten 10.000 Euro zusammenkommen werden jedoch auch gerne mehr Toiletten gebaut. Der Bau einer Toilette, die für einen 5-8-köpfigen Haushalt ausgelegt ist, kostet ca. 370 € (25,000 Rs), wobei sich die Nutzer mit 10% der Kosten am Bau beteiligen werden. Der Bau der Toiletten wird zudem flankiert von begleitenden Trainingsmaßnahmen (Schulungen, Hygieneaufklärung, Wartung/Nutzung der Toiletten).

Das Projekt wird in Indien von der Ecosan Services Foundation umgesetzt, in enger Zusammenarbeit mit der German Toilet Organization und dem Non-Water Sanitation e.V. Die gesamten Spenden werden von der GTO zu 100% an die Ecosan Services Foundation in Indien weitergeleitet. Diese wird die Gelder vollständig in das Projekt fließen lassen.

Insgesamt haben in Indien mehr als 600 Mio Menschen keinen Zugang zu Sanitärversorgung. Wasser und Sanitärversorgung sind Grundbedürfnisse des Menschen und Grundlage fast aller Millenniumentwicklungsziele. Ohne Wasser und Sanitärzugang können Gesellschaften den Teufelskreis aus Krankheit und Armut nicht durchbrechen. Fehlender Zugang resultiert in hohen Kindersterblichkeitsraten - 4.000 Kinder unter 5 Jahren sterben pro Tag – mehr als durch HIV/AIDS, Malaria und Masern zusammen. Die Situation führt zu 194 Mio verlorenen Schultagen/Jahr und zu hohen Schulabbruchraten insb. unter Mädchen. Studien zeigen, dass jeder in Sanitärversorgung investierte € sich für eine Gesellschaft bis zu 9 mal rentiert.

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Ort: Garade, Indien

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Informationen zum Projekt:

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