Tollwutbekämpfung bei Hütehunden in Kenia

Talek, Kenia

Tollwutbekämpfung bei Hütehunden in Kenia

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Durch vorbeugende Impfungen und intensive Aufklärungsarbeit ist es uns gelungen, die Zahl der Hundebisse und Ausbrüche von Tollwut bei Menschen deutlich zu reduzieren. Doch nur mit Ihrer Hilfe können wir unsere Arbeit auch in Zukunft fortsetzen.

F. Schulze-Hülshorst von Tierärzte ohne GrenzenNachricht schreiben

Tollwut - (k)ein Problem?
 
Laut Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gilt Deutschland seit 2008 als „tollwutfrei“. Ein funktionierendes Impfsystem und eine gute medizinische Versorgung haben dazu beigetragen, dass die Krankheit hierzulande keine Gefahr mehr darstellt. Jedoch ist Tollwut in anderen Teilen der Welt noch eine sehr reale Bedrohung für die Menschen.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jedes Jahr mehr als 55.000 Menschen an Tollwut, etwa 95 % davon in Afrika und Asien. Hunde sind dabei die häufigste Infektionsquelle für den Menschen: 99 % der Todesfälle bei Menschen sind auf die Virusübertragung durch Bisse tollwütiger Hunde zurückzuführen.

Besonders Kinder sind gefährdet, die beim Spielen von den Hunden gekratzt oder gebissen werden: 40 % der Opfer von Hundebissen tollwutverdächtiger Tiere sind Kinder unter 15 Jahren. Das Fatale ist, dass die Kinder sich der Gefahr einer Tollwutinfektion nicht bewusst sind. Nur wenn unmittelbar nach dem Biss eine fachkundige medizinische Behandlung erfolgt, ist die Krankheit noch zu stoppen.

Die Behandlung besteht im Wesentlichen aus Wundreinigung, Desinfektion und Immunisierung und kostet in Afrika umgerechnet ca. 40 US$, eine Summe, die für einen Durchschnittshaushalt kaum aufzubringen ist.

Die Lösung: Tollwutimpfungen