Reliquie. Fetisch in Kirche, Kunst & Konsum

Ein Hilfsprojekt von „TUFA e.V.“ (T. Beckers) in Trier, Deutschland

100 % finanziert

T. Beckers (verantwortlich)

T. Beckers
Unsere Projektnummer: 9342 - „Was glauben wir? Was kaufen wir? Was verehren wir heute?"
Die Heilig-Rock-Wallfahrt in Trier wirft ihre Schatten voraus. Hunderttausende Pilger werden erwartet. Welche Rolle spielt bei dieser Wallfahrt die Reliquie „Heiliger Rock“ an sich? Längst ist er zu einem Symbol geworden, ein Anlass zum Pilgern, ein Anlass den katholischen Glauben aktuell zu gestalten und ein Anlass Spiritualität erlebbar zu machen. Doch da gibt es auch den kommerziellen Aspekt der Wallfahrt. Hunderttausende brauchen Unterkünfte, Verpflegung, Literatur, Stadtführer und vieles mehr, damit die Wallfahrt angenehm und ein gelungenes Event wird. Und Pilger brauchen Souvenirs. Man bringt doch gerne eine Kleinigkeit mit nach Hause. Kommerzielle Begehrlichkeiten sind längst Anlass zum Pilgern geworden. Objekte der Verehrung gibt es ja zu genüge.
Das Kultur- und Kommunikationszentrum TUFA in Trier veranstaltet vor diesem Hintergrund eine eigene Wallfahrt und präsentiert vom 14. April bis 17. Juni die Ausstellung „RELIQUIE – Fetisch in Kirche, Kunst & Konsum“. Mit Hilfe der zeitgenössischen Kunst bietet sie eine hochaktuelle künstlerische Auseinandersetzung zu Fragen von Konsum, Kommerz und modernen Götzenbilder. Was verehren wir heute? Was ist unser Fetisch? Was sind Reliquien an sich und was sind Reliquien in einer kommerzialisierten Welt noch wert?
Mehr als 30 nationale und internationale renommierte Künstler verwandeln mit ihren Arbeiten die TUFA in experimentelle Erlebnisräume und geben Antworten auf die aktuelle Heilig-Rock-Wallfahrt und damit im Zusammenhang stehenden spannenden gesellschaftlichen Themen.
Neben regionalen Vertretern wie Stefan Phillips (Plastik), Bernd Sauerborn (Installation), Jörg Baltes (Zeichnung), Rainer Breuer („Die Kathedrale“) sowie Anja Schindler und Sabine Hack (Reliquienkiosk) präsentieren auch international renommierte Künstler wie Jacques Tilly, Ralf König, Francesca Cataldi, Jerry Frantz und Liu Guangyun ihre Kunstwerke und zeigen ihren ganz eigenen Blick auf Religion bedingte Reliquien und tradierte Riten. Zahlreiche Werke der illustren Künstlerschar werden auch direkt vor Ort realisiert. Unter der Leitung von Rainer Breuer bauen rund 30 renommierte KünstlerInnen eine acht Meter lange und sechs Meter breite Kathedrale, bestückt mit ihren Werken, die von gläubig bis atheistisch sowie von kritisch bis satirisch reichen.
Eröffnet wird die Gesamtausstellung am Samstag, 14. April durch den "Künstler ohne Werk", Bazon Brock. Als künstlerischer Avantgardist und selbsternannter Denker im Dienst bringt er alles, was sich an Fäden bis dahin gesponnen hat in einer - der Ruf eilt ihm voraus - fulminanten Rede.
Die Besucher erwartet zuvor, als so genanntes warm-up, ein spektakuläres Kunstevent von und mit Wolfram Kastner sowie die Begehung der puristischen Klangkunst-Installation der Klangkünstler Katharina Bihler und Stefan Scheib aus Saarbrücken.

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Ort: Trier, Deutschland

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