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Auch Engel brauchen Flügel: DRK-Fahrdienst für Notfallseelsorge

Ein Projekt von DRK-Kreisverband Essen e.V.
in Essen, Deutschland

Eine Todesnachricht, ein schwerer Verkehrsunfall oder Rettungseinsatz: Situationen, in denen die Notfallseelsorge im Einsatz ist. Es zählt jede Minute, denn auch die Seele benötigt Erste Hilfe. Das DRK sorgt mit Blaulicht für die Ankunft der Helfer.

Madleen Knauth
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Über das Projekt

Eine Todesnachricht, ein schwerer Verkehrsunfall oder Rettungseinsatz: Das sind Situationen, in denen die Notfallseelsorge im Einsatz ist. Dann zählt jede Minute, denn auch die Seele benötigt Erste Hilfe. Doch wie kommen die Notfallseelsorger zum Einsatzort? Mit dem ehrenamtlichen Fahrdienst des Deutschen Roten Kreuzes in Essen. 

An 365 Tagen, rund um die Uhr leisten Ehrenamtliche einen Bereitschaftsdienst und setzen sich sofort ins Auto sobald die Alarmierung kommt. Wenn nötig sogar mit Blaulicht werden die Seelsorger schnellstmöglich zu ihrem Einsatz gebracht – schnell, sicher und ohne die lästige Parkplatzsuche. Rund 200 Einsätze fahren die ehrenamtlichen Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler im Jahr, doch dabei müssen sie immer bereit sein für den nächsten Alarm.

Der DRK-Kreisverband Essen e.V. ist schon seit vielen Jahren Partner der ökumenischen Notfallseelsorge in Essen. Hierfür stellt das DRK rund um die Uhr ein spezielles Fahrzeug mit Fahrer zur Verfügung, der diese Aufgabe ehrenamtlich ausübt.

Spätestens seit der Loveparade 2010 ist „Notfallseelsorge“ bundesweit ein Begriff. Aber nicht nur zu Katastrophen und Großschadenslagen werden die Mitarbeiter der ökumenischen Notfallseelsorge gerufen. Dasein für Beteilige/Hilfsbedürftige von Verkehrsunfällen, überbringen einer Todesnachricht, Begleitung von Angehörigen und Nachbarn bei Bränden, Hausunfällen, Sterbefällen und vieles mehr prägen den Alltag der Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger.

Oft ist das Erlebte nur schwer zu verarbeiten und wird neben der physischen auch zur körperlichen Belastung. Für diesen Fall steht der ausgebildete Fahrer als Sanitäter zur Verfügung und stellt im Ernstfall den Kontakt zum Rettungsdienst her. Handelt es sich bei Einsätzen um Großeinsätze, wie zum Beispiel ein Massenanfall von Verletzten oder einer größeren Betreuungslage, steht der Fahrer außerdem als Koordinator der Notfallseelsorge zur Seite.

Über die Jahre bewährt sich Kooperation zwischen dem DRK Essen und der ökumenischen Notfallseelsorge Essen und bietet den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt ein kleines Stück Sicherheit und menschliche Nähe in extremen Lebenssituationen. Denn auch Engel brauchen Flügel!

Foto: Michael Weber

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