Deutschlands größte Spendenplattform
21

Beendet Erlebnisreise für bedürftige tibetische Kinder

Ein Projekt von Shelter108 e.V.
in ladakh, Indien

Betreute Ferienreisen für bedürftige, tibetische Kinder und Jugendliche aus dem indischen Exil, die getrennt von ihren Eltern in einem tibetischen Kinderdorf aufwachsen müssen.

M. Landwehr
Nachricht schreiben

Über das Projekt

Tibetische Exilkinder, die durch die Trennung von ihren Eltern traumatisiert sind und unter sozialen sowie Lernschwierigkeiten leiden, aber auch besonders begabten Kindern, öffnet Shelter 108 e.V. durch Erlebnisreisen die Möglichkeit, das Kinderdorf für eine Zeit hinter sich zu lassen, um neue Erfahrungen zu sammeln, mehr Selbstbewusstwein zu entwickeln und neues Vertrauen zu fassen.

Maßnahmen: Einmal jährlich veranstaltet unser Mitarbeiter Michael Landwehr, der als Lehrer im tibetischen Kinderdorf in Dharamsala, Nordindien, gearbeitet hat, zusammen mit einem tibetischen Lehrerkollegen Erlebnisreisen für 14 tibetische Exilkinder nach Ladakh.

Kosten je Reise: 2500 Euro

Neben den Tagesausflügen in die nähere Umgebung bietet Shelter108 e.V. in Absprache mit der Kinderdorfverwaltung nun auch zehntägige Erlebnisreisen nach Ladakh. 60% der Kinder und Jugendlichen, die im Kinderdorf leben,haben inzwischen Kontakt zu ihren Eltern, Geschwistern, Tanten und Onkeln, die ihnen ins Exil gefolgt sind. Diese Kinder sind in der glücklichen Situation, dass sie die Sommerferien und besonders die über zweimonatigen Winterferien zusammen mit ihren Verwandten verbringen können. Doch der Rest der Kinder, deren Eltern in Tibet leben, muss immer im Kinderdorf bleiben, da es sonst keinen Platz für sie gibt, wo sie hingehen könnten. Für sie ist der Beginn der Winterferien kein schöner Tag: Dann sitzen sie in ihren Homes und müssen zuschauen, wie die anderen Kinder von ihren Vätern, Müttern, Onkeln oder Tanten abgeholt werden, um bei ihnen die Ferien zu verbringen. Die Wiedersehensfreude der Einen wird für die Zurückbleibenden zu einer unfreiwilligen und schmerzlichen Erinnerung and die Trennung von den geliebten Eltern.
Viele der Kinder und Jugendlichen,die in den Ferien bleiben müssen, leben im Kinderdorf seit ihrer Ankunft dort und kennen kaum mehr als das Örtchen Mc Leod Ganj und die Stadt Dharamsala im Tal. Aus finanziellen Gründen kann das Kinderdorf nicht genügend Ferienreisen für Kinder und Jugendliche anbieten. Zu reisen heißt, sich zu bilden und zu wachsen. Zu reisen heißt zu lernen, sich neuen Herausforderungen zu stellen und in
außergewöhnlichen Situationen zu bestehen. Reisen bedeutet, sich auszuprobieren, selbstbewusster zu werden, auf andere Menschen zuzugehen, „über den Tellerrand“ zu schauen. Reisen ist mindestens genauso wichtig, wie zur Schule zu gehen, denn was soll man mit dem ganzen Schulwissen anfangen, wenn man nicht in die Welt hinausgehen und es nutzen und prüfen kann?
Darüber hinaus motiviert Reisen, sich in der Schule zu engagieren und Verantwortung für das eigene Lernen und die eigene Ausbildung zu übernehmen. Die neu gewonnenen
Eindrücke und Erfahrungen helfen, sich zu orientieren und herauszufinden, was man aus seinem eigenen Leben machen möchte.