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Gestern - Waisenkinder, heute - junge Waisenerwachsene in Not (Russland)

Russland

Gestern waren sie noch Waisenkinder im Kinderheim, heute müssen sie mit dem plötzlichen Erwachsensein ganz alleine klar kommen. Wir helfen den Waisenjugendlichen in Russland, die in Not geraten sind - vor allem den Schwangeren und den jungen Müttern.

Julia Beisenov von Take my hand e.V. | 
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Über das Projekt

Russische Statistiken besagen, dass es von den 10 Jugendlichen, die das Waisenhaus mit 16 - 18 Jahren verlassen, nur Einer einen stabilen Lebensweg findet. Die restlichen 9 landen bei Alkoholkonsum, Drogen, Verbrechen, Gefängnis und Selbstmord...

Grund dafür sind die erlebten traumatischen Erfahrungen, fehlende elterliche und familiäre Unterstützung, zahlreiche Beziehungs- und Bindungsabbrüche. Bei vielen Waisenkindern in den russischen Kinderheimen führt dies zu geringer Frustrationstoleranz, einem mangelnden Selbstwertgefühl, Problemen mit der Identitätsfindung und zur sozial-emotionalen Unreife. Man darf solche Jugendliche nicht mit ihren Gleichaltrigen vergleichen, die in einer Familie aufgewachsen sind, in der sie Liebe und Unterstützung der Eltern erfahren haben.

Es dauert noch eine Weile, bis diese "großen Kinder" in der Lage sind, ein selbständiges erwachsenes Leben zu führen. Es ist sehr wichtig, dass sie auf der Brücke zwischen Pubertät und Erwachsensein nicht auf sich allein gestellt werden.

Wir helfen den Waisenjugendlichen und jungen Waisenerwachsenen in Russland, die in Not geraten sind, durch Beteiligung an den Kosten für Lebensmitteln, Pflegemitteln und Unterkunft, Behandlung und Rehabilitation, Rechtshilfe und Beratung in Krisensituationen. Besonderer Fokus liegt dabei auf der Unterstützung von Schwangeren, alleinerziehenden jungen Müttern und ihren Babys.
Zuletzt aktualisiert am 10. März 2021