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Zwei Kühe für Hundertbücheln, Kulturlandschaft bewahren

Ein Projekt von Churchfortress e.V. Friends of Hundertbücheln
in Iacobeni, Rumänien

Hirte gefunden, aber non stop betrunken

Rainer Schamel
Rainer Schamel schrieb am 26.07.2021

Liebe Spender,

ich möchte Sie mal wieder über die Fortschritt beim Kuhprojekt informieren.

Zum Hirten:

Vor einigen Wochen hatte sich eine Zigeunerfamilie aus Elisabethstadt in Hundertbücheln eingefunden. Sie hatten gehört, daß hier ein Hirte gesucht würde. Sie hätten die Herde gerne betreut, fanden aber keine Unterkunft. Dann konnte eine neuer Hirte aus der Nähe von Hermannstadt angeworben werden. Er wohnt bei seinem Bruder und so schien zunächst alles seinen Gang zu gehen. Doch leider trinkt der Kerl so viel, daß er nun seit fast einer Woche nicht mehr auf die Weide geht. Stattdessen wankt er schwankend die Sonnengasse (sächs. Soanheld) hinab zur Bar, um sich mit Bier einzudecken und daheim volllaufen zu lassen. Schade. Nun muss wieder jeder Kuhbesitzer anteilig selber gehen.

Zu den Kühen: 

Ich habe zwei Familien gefunden, die Kühe für uns halten würden. Das eine ist eine Familie (Maria &Trajan) am Dorfrand in Richtung Seligstadt, die einen kleinen Stall haben und bereits schon einmal Kühe hatten. Sie haben ihre Kühe zwar verkauft, meines Wissens aber deshalb, da eines ihrer Kinder schwer krank war. 
Die andere Familie sind das Ehepaar Gitze und Lucia, die fünf Kühe haben und deren Schwiegersohn den größten Anteil an der Herde hat. Sie haben den neuen Hirten besorgt und sind auch um den Fortbestand der Herde besorgt. Ihnen möchte ich eine ihrer Kühe aus dem Bestand abkaufen. Sie wollen ihren Bestand reduzieren, würden aber für uns ein Kuh halten. Ich habe lange gezögert, zuzusagen. Das ist nicht das, was ich Ihnen, liebe Spender, versprochen hatte. Wir werden damit die Herde nicht aufstocken, sondern lediglich verhindern, dass sie um eine Kuh reduziert wird. In Baden Würtemberg würde man sagen, das hat "a Geschmäckle". Das ist mir bewusst. Wir werden damit aber einen Kuhhalter unterstützen, der sich um die Herde kümmert und der nicht mal eben nach Deutschland fahren kann, um sein Gehalt aufzustocken. Und ist es nicht auch fair, ihm das gleiche Angebot zu unterbreiten wie den anderen?

Übrigens wird mich Michael Rohrmann, der "Misch", beim Kauf der Kühe unterstützen. Er ist Veterinär gewesen und wird mir sagen können, worauf ich zu achten habe.


Lucia 


Maria und Trajan 

Mit schönen Grüßen aus Hundertbücheln,
Rainer Schamel

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