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„Ich bin schön. PUNKT!" Kreative Workshops für Menschen mit Parkinson

Ein Projekt von Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung
in Darmstadt , Deutschland

„Ich bin schön. PUNKT! “ - Ein kreativ-spielerisches und inklusives Gruppenerlebnis für Menschen mit Parkinson. Wir möchten Menschen mit Parkinson, die Möglichkeit bieten, den Alltag hinter sich zu lassen und in eine andere Rolle zu schlüpfen.

Stephanie Heinze
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Die Hilde-Ulrichs-Stiftung plant die Durchführung von 3 x Tages-Workshops im Rhein-Main-Gebiet. Start ist im Mai 2021 in Darmstadt.
Im Anschluss an den Workshop für max 5 Personen sollen die jeweiligen Fotos ausgestellt werden, um anderen Erkrankten Mut zu machen.

Morbus Parkinson ist mit etwa 400.000 Erkrankten die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung weltweit (European Parkinson’s Disease Association). Im Zuge der demografischen Entwicklung rechnen die Experten mit einer Verdopplung der Zahl der Betroffenen bis 2030 (Dorsey etal. 2007:384). Etwa 10 Prozent der Erkrankten erhalten die Diagnose vor ihrem vierzigsten Lebensjahr. 
 
Diese Jungerkrankten, die mitten im Leben stehen, trifft die Diagnose besonders hart. Von einem Tag auf den anderen ist ihr bisheriges Leben auf den Kopf gestellt; sie sehen sich mit Fragen konfrontiert, auf die ihnen (noch) keiner eine Antwort geben kann: Wie wird die Krankheit verlaufen? Wie lange kann ich arbeiten? Werde ich finanziell zurechtkommen? Und, vor allem: Hält meine Beziehung das aus? Was sagen Familie, Freunde, Kollegen?

Wir möchten Menschen, die an Parkinson erkrankt sind, die Möglichkeit bieten, den Alltag hinter sich zu lassen und in eine andere Rolle zu schlüpfen. 
 
Zentrales Element des Angebots ist eine Teilkörperbemalung an Kopf, Hals, Schultern und Dekolleté der Teilnehmer:innen. Sie lernen darüber ihren eigenen Körper, der sich durch die Erkrankung verändert und sie verunsichert, in einer anderen und neuen Art kennen und wieder anzunehmen. Dabei stehen Kreativität und Aktivität im Vordergrund des Geschehens. 
 
Der Tag beginnt mit Übungen zur Einstimmung auf die Körperbemalung, Dazu zählen z. B. Bewegung und Berührung der Hände. Es baut Vertrauen auf und gibt den Teilnehmer:innen ausreichend Raum, ihre Wünsche, Erwartungen und Befürchtungen zu äußern. Es folgt die Auswahl der Farben, der Motive und das Gestalten. Bei der Verwandlung helfen alle mit; die Teilnehmer:innen bemalen sich gegenseitig mit Unterstützung der Seminarleitung. Mit der körperlichen Veränderung/Verwandlung ändert sich auch die Selbstwahrnehmung der Teilnehmer:innen. Malen und bemalt werden, Geben und Nehmen. Die jetzt spürbare Energie lässt viele Sorgen vergessen, ob als betroffene oder gesunde Person, jetzt sieht jede:r Teilnehmer:in genauso bunt und „schräg“ aus wie alle anderen auch:
 
Es fällt ihnen leichter, ihren inneren Ressourcen nachzuspüren, um Kraft, Mut, Humor und Zuversicht zu gewinnen. Es zeigt ihnen Wege auf, wie sie den Alltag mit der Erkrankung besser meistern können und gibt ihnen ihr Selbstvertrauen zurück. Diese Erfahrung ist eine wertvolle Therapie.