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Finanziert Brückenbau-Seminar in Ruanda

Kigali, Ruanda

Finanziert Brückenbau-Seminar in Ruanda

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Das Seminar soll ruandischen Studenten des Bauingenieurwesens am Kigali Institute of Science and Technology Grundlagen zum eigenständigen Bau von Fußgängerbrücken vermitteln.

S. Wonhöfer von Ingenieure ohne Grenzen e.V.Nachricht schreiben

Brücken sind mehr als nur Infrastruktur. Sie ermöglichen den Zugang zu medizinischer Versorgung, zu Schulbildung, sauberem Trinkwasser und Lebensmittelversorgung. Um eine nachhaltige Entwicklung der ländlichen Strukturen im zentralafrikanischen Ruanda zu ermöglichen, führt die Kompetenzgruppe Brücken- und Hochbau der Hilfsorganisation Ingenieure ohne Grenzen e.V. ein Kompaktseminar zum Thema Fußgängerbrückenbau an der Technischen Hochschule in Ruandas Hauptstadt Kigali durch.

Das Seminar wird in dieser Form bereits seit 2010 durchgeführt und soll auch in 2014 wieder am Kigali Institute of Science and Technology stattfinden. Ruandischen Studierenden des Bauingenieurwesens werden dabei innerhalb von zwei Wochen die Grundlagen des Baus von Fußgängerbrücken geringer bis mittlerer Spannweite vermittelt. Durch den Bezug zu in der Vergangenheit von Ingenieure ohne Grenzen e.V. gebauten Fußgängerbrücken erhalten die Studierenden einen besonderen Einblick in die Methoden des Brückenbaus. Die Studierenden entwerfen anhand konkreter Planungsaufgaben eigenständige Brückenprojekte, wobei alle Entwurfsphasen bis hin zu Realisierung möglichst weit durchgespielt werden.

Dadurch sollen die Studierenden vor allem ermutigt und angeleitet werden selbständig einen Beitrag zur Entwicklung vor allem in den ländlichen Regionen Ruandas zu leisten. Die Motivation der Studierenden ist oftmals überwältigend, das fachliche Wissen und die Neugierde zum eigenständigen Studium der Materie werden ihnen durch das Kompaktseminar geliefert. Im Rahmen von Field Trips zu bereits gebauten Brücken wird den Studenten außerdem die große Bedeutung einer fachgerechten Wartung und Instandhaltung der Bauwerke nähergebracht; eine Thematik, die für eine langfristige Entwicklung im Bewusstsein der Ruander noch deutlich gestärkt werden muss.

Dieses Projekt ist vor Ort hochangesehen und mit vergleichsweise geringen Kosten zu realisieren. Der Flug der deutschen Dozenten und die finanziellen Mittel zur Durchführung von Field Trips zu gebauten Brücken sind die wesentlichen Kostenpositionen neben den kostenlos bereitgestellten Unterrichtsmaterialien in Form eines unterrichtsbegleitenden Skriptes.

Weitere Informationen über das Projekt und die Kompetenzgruppe Brücken- und Hochbau auf unserer Webseite:
http://www.ingenieure-ohne-grenzen.org/de/Kompetenzgruppen/Kompetenzgruppe-Bruecken-und-Hochbau/Projekte/