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Frühchen-Tagebücher - Besondere Momente in schweren Zeiten festhalten

Paderborn, Deutschland

Frühchen-Tagebücher - Besondere Momente in schweren Zeiten festhalten

Paderborn, Deutschland

Um den Eltern die belastende Zeit auf der Frühchen-Station zu erleichtern, möchten wir ihnen ein spezielles Frühchen-Tagebuch schenken. Unser Team ergänzt Einträge aus der Babyperspektive: "Mama, Papa - heute habe ich zum ersten Mal alleine geatmet."

Annekathrin Kronsbein von St. Vincenz-Krankenhaus Paderborn | 
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Über das Projekt

Die Versorgung unserer Kleinsten – den Frühgeborenen und kranken Neugeborenen – ist uns eine ganz besondere Herzensangelegenheit. Etwa 350 „Frühchen“ versorgt unser Team pro Jahr auf der Frühgeborenen-Intensivstation an der Frauen- und Kinderklinik St. Louise in Paderborn. Einige unserer Kleinsten wiegen bei ihrem schweren Start ins Leben weniger als 500 Gramm – weniger als ein Päckchen Zucker. 

Eine Frühgeburt ist eine unvergleichliche Herausforderung nicht nur für das Baby selbst, sondern auch für Eltern und Familie. Um den Eltern die herausfordernden Wochen und Monate auf der Frühchen-Station ein wenig leichter zu machen, hat unser Team viele besondere Angebote und Hilfen entwickelt - z.B. ein spezielles Tagebuch oder unsere Meilensteinkarten.

Diese Dinge sollen den Eltern dabei helfen, die schwierige Situation besser zu verarbeiten, Ängste zu kompensieren, Gefühle und Erlebtes in der Zeit des Kinderklinikaufenthaltes festzuhalten und so später noch einmal nachlesen zu können. Auch sollen die Tagebucheinträge unseren Kinderkrankenschwestern dabei helfen, die Sorgen und Ängste der Eltern zu verstehen und so besser darauf eingehen zu können, denn das Tagebuch wird von beiden Seiten gemeinsam geführt. 

Wie sehr solche Kleinigkeiten helfen, hat uns eine Mutter erzählt:
„Am Anfang haben wir uns schwergetan etwas einzutragen“, blickt Mama Pia zurück. „Was schreibt man? Die ersten Tage im Leben unserer Tochter waren ja sehr kritisch. Den ersten Eintrag haben dann die Kinderkrankenschwestern gemacht, dabei aus der Sicht unserer Tochter geschrieben."
Nachdem der Anfang geschafft war, war das Schreiben auch für die Eltern nicht mehr schwer: „Wir haben jedes Detail festgehalten“, erzählt Pia. „Den Tag, an dem Lina zum ersten Mal die Augen geöffnet hat, jede 10 Gramm, die sie zugenommen hat, die ersten 3 ml, die sie aus der Flasche getrunken hat – wir waren so stolz!“ Dabei haben sie nicht nur die guten Tage, sondern auch die schlechten festgehalten, die Texte dabei an ihre Tochter formuliert. „Das Tagebuch hat uns eine Aufgabe gegeben." Schließlich konnten die Eltern anfänglich nichts tun, außer da zu sein und Lina im Inkubator mit den Fingern zu berühren. „Wir hatten große Angst, dass die Bindung zu unserer Tochter deshalb verloren geht.“ Das Tagebuch hat den Eltern diese Angst genommen. Gemeinsam mit dem Team haben sie während der 4 Monate in der Kinderklinik 2 Tagebücher gefüllt. Bis heute ist es für die Familie eine schöne Erinnerung.

Auch für unsere kleinen Kämpfer haben wir besondere Hilfen, die dazu beitragen, dass die Kinder schneller und besser gesund werden, z.B. speziell entwickelte Therapie-Nestchen, Baby-Hängematten oder auch Audio-Abspielgeräte. Die Eltern können hier ihre Stimme aufnehmen: den Babys etwas vorsprechen, -lesen oder -singen. Wenn die Eltern mal nicht da sein können, spielen wir die Aufnahmen ab. So ist es, als wären Mama & Papa immer da. All diese Dinge tragen dazu bei, dass unsere Frühchen weniger Stress empfinden. Der Pulsschlag beruhigt sich, die Herzfrequenz stabilisiert sich und der Gesundheitszustand verbessert sich.
Zuletzt aktualisiert am 21. November 2020