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A History of Violence - SichtWaisen gegen Gewalt in der Uniklinik Hamm

Hamm, Deutschland

A History of Violence - SichtWaisen gegen Gewalt in der Uniklinik Hamm

Hamm, Deutschland

Der SichtWaisen e.V. wird in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der LWL-Universitätsklinik Hamm ein systemisches Anti-Gewalt-Training durchführen. So erarbeiten wir für die Jugendlichen eine gewaltfreie Perspektive für das Leben nach der Klinik.

Maximilian Pollux von SichtWaisen e.V. | 
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Über das Projekt

Wir werden an der LWL-Universitätsklinik Hamm ein 20 stündiges Systemisches Anti-Gewalt-Training auf Grundlage der konfrontativen Pädagogik durchführen. Zusätzlich findet eine Fortbildung für die dortigen Therapeuten, Sozialpädagogen und anderen Betreuungspersonen zum Umgang mit delinquenten und gewaltbereiten Jugendlichen. Auch für die Eltern und Angehörige wird es einen Infoabend rund um das SAGT geben.

In unserem Training werden wir die teilnehmenden Jugendlichen mit Hilfe verschiedener Konfrontationsübungen für Gewaltsituationen sensibilisieren. Sie werden sich mit der Gewaltverherrlichung in den Medien, ihrer Leitkultur und durch sich selbst auseinandersetzen. Da die Teilnehmer mit Hilfe der Sozialpädagogen und Betreuer  vor Ort gezielt ausgewählt werden, weisen sie alle bereits eine Neigung zur Gewalt als Problemlösungsstrategie auf. Einige haben den kriminellen Lebensstil bereits als zukünftiges Lebensmodell ausgewählt. Dies führt dazu, dass dieser kleine Kreis von Jugendlichen (etwa 6 %) für 50% aller Taten verantwortlich ist. Das bedeutet - Schafft man es diesen wenigen Jugendlichen eine neue Richtung zu geben, wird sich das Klima in der gesamten Einrichtung spürbar verbessern. Deswegen konzentrieren wir uns mit unserem Training auf 10 bis 15 Teilnehmer. 

Die wenigsten Einrichtungen könnten ein solches Programm, dass sich intensiv mit einem sehr kleinen Teil der Jugendlichen auseinandersetzt, in ihrem Präventionsbudget rechtfertigen. Durch ihre Spenden helfen sie dabei präventiv auf eben die Jugendlichen einzuwirken, die durch ihr Verhalten ein vielfaches an sozialen Folgekosten entstehen lassen und auf diesem Weg dutzende Opfer hinterlassen würden.

Die Gesamtkosten für einen Durchgang belaufen sich auf 5600 Euro und beinhalten neben den 20 stündigen Trainingseinheiten auch die Kosten für Übungsmaterial und die persönliche Betreuung der Teilnehmer zwischen den Einheiten und die Fortbildungsmaßnahmen für das Personal. Darüberhinaus werden so die Info- und Beratungstreffen mit den Eltern finanziert.  Während des Trainings werden externe Referenten hinzugezogen, die aktuelle, einrichtungsspezifische, oder für die Gruppe besonders relevante Themen behandeln können. 

Ein weiterer Schwerpunkt liegt darin auf die Gefährlichkeit hinter dem Führen von Messern aufmerksam zu machen. 

Unser Ziel ist eine gewaltfreie Atmosphäre, in der sich die jugendlichen Patienten sicher fühlen und sich frei entwickeln können. Wir sorgen dafür, dass die Jugendlichen in Zukunft prosozial handeln und anstelle von Gewalt eine Vielzahl alternativer Handlungsstrategien zur Verfügung haben. Wir bauen während unseres Kurses eine Gemeinschaft, die sich nach dem Training auch ohne die Trainer gegenseitig stützt und geben den Sozialpädagogen und Lehrern zusätzliche Werkzeuge zum Umgang mit auffälligen Jugendlichen an die Hand.

Die Trainings finden in enger Zusammenarbeit mit den Betreuerteams und der Leitung der LWL-Universitätsklinik statt.

Wir planen noch in diesem Jahr mit der Arbeit zu beginnen!

Helfen Sie uns dabei dies möglich zu machen!
Zuletzt aktualisiert am 29. Juni 2020

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