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Kenias Wälder zu neuem Leben erwecken

Bäume für den idealo Wald. Im Rahmen des WWF Projektes wird ein Wald für die Bevölkerung vor Ort geschaffen sowohl als Naturschutzfläche und auch als Nutzwald.

Isabel Stock von WWF DeutschlandNachricht schreiben

Situation vor Ort:
Kenias Walddeckung ist auf 7% gesunken. Es bedarf großer Anstrengungen die Bewaldung auf die derzeit geplanten 10% anzuheben.  
Das Gebiet des Chepalungu Waldes ist ein Wassereinzugsgebiet von etwa 5.000 ha, dessen Bewaldung nur noch in Resten vorhanden ist. Die umliegenden Gemeinden und die Provinzregierung bemerken die negativen Auswirkungen dieser Waldzerstörung: gestörter Wasserhaushalt mit weniger Grund- und Oberflächenwassereinspeisung, aber auch Überflutungen, starke Erosion und damit Verlust der Nährkraft des Bodens sowie einen erheblichen Mangel an Waldprodukten (Früchte, Blüten für Bienenweide, Feuer- und Bauholz). 

Projektvorbereitung:
Um herauszufinden, welche Bäume den künftigen Wald bilden sollen, wurden die natürliche Vegetation und die Bodenverhältnisse vor Ort gründlich untersucht und drei standortheimische Baumarten für die Pflanzungen ausgewählt:
  • Wilde afrikanische Olive (Olea africana)
  • Ostafrikanischer Wacholder (Juniperus procera) und
  • African Greenheart (Warburgia ugandensis)

Maßnahmen: 
Der innere Bereich des Gebietes soll mit verschiedenen einheimischen Baumarten bepflanzt werden. In den Randbereichen werden zusätzlich verschiedene Obst- und schnellwachsende Baumarten gepflanzt, die von den umliegenden Gemeinden nachhaltig genutzt werden können.
Das Gebiet muss gezäunt werden, um die Baumpflanzungen vor Verbiss durch Weidetiere zu schützen.

In den Baumschulen werden Setzlinge aus Saatgut zertifizierter Qualität und Herkunft heran gezogen. Zusammen mit Setzlingen aus bestehenden Baumschulen des Kenya Forest Service (KFS) werden die Pflanzen anschließend an die Arbeitsgruppen verteilt. Mit dem Einsetzen der kleinen Regenzeit wird mit dem Pflanzzkylus begonnen.

Weiterentwicklung des Projektes:
Wenn die Bäume groß genug sind, darf ein Teil davon gefällt werden, Nachpflanzungen müssen aber aus den Erlösen sichergestellt werden. So erhält sich das System dauerhaft selbst. Ökologisch besonders wertvolle Bereiche der neuen und bestehenden Wälder werden vollständig aus der Nutzung genommen. 

Im nächsten Schritt werden Schulen für Umweltbildung und großflächige Aufforstungen eingebunden und die teilnehmenden Gemeinden erhalten Setzlinge von Obst- und Waldbäumen zur Pflanzung auf ihrem eigenen Land außerhalb des Waldreservats. So entsteht eine Pufferzone um den Wald herum und  - gleichzeitig ein zusätzlicher Anreiz zur Teilnahme an dem Programm. 
 
Im Schutz des entstehenden Waldes werden sich mit Hilfe der intensiven Management-Maßnahmen, wie Stopp der Beweidung, Feuermanagement und Pflege der Setzlinge, viele weitere Arten auf natürliche Weise ansiedeln und bald einen richtigen Wald bilden.