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ECOnstruction: Ökologische Häuser als Entwicklungsinitiative in Peru!

Es handelt sich um den Bau ökologischer Häuser in ländlichen Regionen. Durch Regenwasserfilterung und erneuerbare Energien werden sie autark laufen. Diese Häuser werden mit regionalen Freiwilligen gebaut, um sie zu ermächtigen weitere Häuser zu bauen

Erik Egur von Ecoselva e.V.Nachricht schreiben

Letzten August habe ich mein Abitur absolviert und ein freiwilliges ökologisches Jahr in Peru angetreten. In den ersten Monaten kam mir eine eigene Projektidee in den Sinn. Ziel dieses Projektes ist es, auf ökologische Weise die Lebensbedingungen der Dorfbevölkerung zu verbessern. Zunächst stelle ich Ihnen Peru kurz vor.

Peru steht auf der Liste der biologisch vielfältigsten Länder auf dem sechsten Platz. Der Nationalpark Manu ist der Ort mit der weltweit größten Biodiversität. Außerdem liegt der amazonische Regenwald flächenmäßig – nach Brasilien – zum zweitgrößten Teil hier in Peru. Dieser produziert über 20 % des gesamten Sauerstoffs der Erde! Dieses kleine Land erfüllt damit eine sehr große globale Aufgabe.

Innerhalb kurzer Zeit trat ich mit vielen weltweit führenden Experten in Kontakt. Diese unterstützen mich mit ihrem Wissen. So ist es mir gelungen eine erste technische Zeichnung für das erste Haus zu erstellen.

Im Zuge meiner Vorbereitung war es mir möglich, bei einem internationalen Wettbewerb mein Projekt sogar als Finalist in Washington D.C. zu präsentieren.

Einzelheiten des Projektes

Inspiriert durch Mike Rynolds „Earthships“ und Gernot Minkes Büchern des natürlichen Häuserbaus, begann ich über eine regionalzuträgliche Umsetzung nachzudenken. Ich kontaktierte viele Personen und mir wurde klar, dass die dortige Abholzung mit der Armut korreliert.

Inzwischen plane ich vornehmlich in ländlichen Gemeinden zu arbeiten und nicht nur das ökologische Bauen sondern auch Ideen für nachhaltigeres Leben zu präsentieren.
Der Bau soll hierbei mit Leuten aus der Region vollzogen werden, dadurch lernen sie diesen Baustil und könnten zudem weitere Projekte dieser Art selbstständig initiieren. In dem Musterhaus werden verschieden Projekte vorgestellt, welche entweder die Lebenshaltungskosten auf ökologische Weise senken oder auch als alternative Einkommensquelle fungieren.

Wie bereits erwähnt sind Armut und Abholzung stark miteinander verwoben. Die Landwirtschaft (wie der Anbau von Reis) stellt in vielen ländlichen Gemeinden die einzige Einkommensmöglichkeit dar.
Zu diesem Zweck wird viel Ackerfläche notwendig, welche durch Rodung des Regenwaldes erschlossen wird. Zudem sind die Einnahmen zu gering und erfordern Expansionen, um die Familie versorgen zu können. Andere Familien verkaufen unter Umständen ihr Grundstück an Investoren, die kommerzielle Interessen verfolgen.
Dieses Musterhaus soll langfristig durch ökologische Techniken die Lebensbedingungen verbessern, Alternativen aufzeigen und die indigene Bevölkerung befähigen, nachhaltiger zu leben. Viele Techniken können implementiert werden und reduzieren die Kosten. Gleichzeitig kann ein solches Haus als Einkommensmöglichkeit genutzt werden. Zum einen durch Permakultur, vertical gardening, Wurmfarmen, Kompost-Toiletten oder auch als Wohnraum für Ökotourismus. Selbstverständlich ist hierbei der Solarwassererhitzer, Verdunstungskühlschrank, „Litro de Luz“, Kühlrohre und Klimaregulierung durch Nutzung von Wind und Sonne implementiert.

Freundliche Grüße aus Moyobamba,
Erik Ruge