Vergessene Flüchtlingslager in Bosnien

Ein Hilfsprojekt von „Merhamet Deutschland e.V.“ (A. Bieber) in Srebrenik, Bosnien und Herzegovina

41 % finanziert

A. Bieber (verantwortlich)

A. Bieber
In Srebrenica wurde von bosnisch-serbischen Truppen im Juli 1995 das schwerste Kriegsverbrechen nach dem Zweiten Weltkrieg verübt. Nach der Einnahme der UNO-Schutzzone am 11. Juli wurden von serbischen Truppen vor den Augen niederländischer Blauhelme etwa 8.000 Männer und Knaben aussortiert und später ermordet. Von vielen Leichen fehlt weiterhin jede Spur. Andere waren in den vergangenen Jahren in zahlreichen Massengräbern in der weiteren Umgebung der Kleinstadt entdeckt worden.
Völkermord ist der Rechtsbegriff für das schlimmste denkbare Verbrechen: Es betrifft Handlungen mit dem Ziel, ein Volk, eine Ethnie oder auch eine Glaubensgemeinschaft möglichst vollständig zu vernichten.

Wo aber und vor allem wie leben die Überlebenden? Die Zeugen, die Hinterbliebenen, Witwen und Waisen? 16 Jahre danach. Die vergessenen Flüchtlinge von Srebrenica in der Umgebung von Tuzla leben in einer Art Dauerstarre. Sie warten – auf Arbeit, auf eine Unterkunft, auf eine Zukunft und auf das Vergessen! Ändert sich für sie etwas durch die Gefangenschaft von Ratko Mladic? Natürlich ist es eine Genugtuung, Gerechtigkeit - aber wird es ihnen helfen endlich wieder anfangen zu leben?

Wir wollen helfen! Einen Weg finden und ihn gemeinsam gehen.
In den Flüchtlingscamps gibt es zahlreiche, auch strukturelle Probleme. Ungelöste Abwasser-/ Abfallprobleme, offene, ungeschützte Müllplätze in den Camps. Zudem ist nicht nur die Flüchtlingsgeneration in den Camps untergekommen. Inzwischen ist eine neue Generation hinzugekommen, die nie in einer anderen Umgebung außerhalb des Camps gelebt hat (=Ghettobildung). Es besteht starker Schimmelbefall in den Häusern und die hygienischen Verhältnisse sind katastrophal.
Es sollen jedoch nicht nur die momentanen Lebensumstände in den Camps verbessert werden. Das Hauptziel ist es den Familien die Möglichkeit zu geben, ihr Leben zu leben. Dies beinhaltet Hilfestellung bei der Arbeitsvermittlung für die Haupternährer der Familie, die Möglichkeit auf Rückkehr in ihre Heimat oder aber eine Unterkunft in den derzeitigen Wohnorten.

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Ort: Srebrenik, Bosnien und Herzegovina

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Informationen zum Projekt:

Fragen an A. Bieber (verantwortlich):

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