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Das Internet verbindet: Unser DRK-Pflegezentrum wird digital!

Je weiter sich die digitale Welt in unseren Alltag einfindet, desto mehr werden Menschen, die keine „Digital Natives“ sind, ausgeschlossen. Insbesondere betrifft dies die Bewohnerinnen und Bewohner der Senioren- und Pflegezentren.

Madleen Knauth von DRK-Kreisverband Essen e.V.Nachricht schreiben

Seit August 2019 wird es im DRK-Pflegezentrum Solferino in Essen-Horst digital: Unser innovatives Projekt testet, wie der Betreuungsalltag der Bewohnerinnen und Bewohner durch Digitalisierung verändert und verbessert werden kann.

Längst sind unsere Leben digital, das Internet ein Hauptgesprächsthema vieler sozialer Interaktionen. Doch je weiter sich die digitale Welt in unseren Alltag einfindet, desto mehr werden Menschen, die keine „Digital Natives“ sind, ausgeschlossen. Insbesondere betrifft dies die Bewohnerinnen und Bewohner der Senioren- und Pflegezentren.

Nie zu alt für Digitales
Mit einem innovativen Projekt zur Digitalisierung im Betreuungsalltag möchten wir mehr zum sozialen Zusammenhalt zwischen den Generationen beitragen: Urlaubsfotos der Angehörigen können in Echtzeit angesehen werden, Oma und Enkel spielen gemeinsam an der Konsole oder der Sprachassistent liest den Menüplan der Woche vor. Mit dem Einsatz des Betreuungsteam unseres 2017 neugebauten DRK-Pflegezentrums Solferino könnte dies und mehr möglich werden. Skype-Gespräche mit weit entfernten Verwandten oder Live-Videos der Hochzeit, wenn unsere Bewohnerinnen und Bewohner nicht mehr in der Lage sind teilzunehmen – durch Technologie wird es umsetzbar.

Playstation, Tablets und Digitalsprechstunde
Im Laufe des Projektes sollen interessierte Bewohner immer mehr digital angebunden werden, sodass Angehörige die Möglichkeit haben, ihre Besuche durch digitale Lebenszeichen zu ergänzen. In einer wöchentlichen Digital-Sprechstunde werden Fragen geklärt, auch zu eigenen Smartphones oder anderen Geräten, die sie mitbringen.

Unsere Motivation: Lebenslanges Lernen
Das Internet und neue Technologien bieten gerade für ältere Menschen viele interessante Möglichkeiten zur Verbesserung der eigenen Lebensqualität. Seniorinnen und Senioren nutzen diese allerdings kaum. Neben viel Spaß, soll dieses Projekt auch Augen öffnen und zeigen, dass niemand zu alt ist, um etwas Neues zu lernen. Die digitale Welt muss keine Generation ausschließen, so kann der Soziale Dienst beispielsweise Fotos der Taufe des Enkels auf einen großen Smart-TV spielen: Der Großvater kann alles miterleben, von der Digitalisierung profitieren, ohne eigene Technikfähigkeiten aufbauen zu müssen.

Mit der Einführung einer Digital-Sprechstunde, der Nutzung verschiedener Technikangebote und der digitalen Unterstützung des Betreuungsalltages schließen wir eine Lücke: Denn digitale Teilhabe bedeutet nicht nur Bewohner-W-LAN, sondern auch aktive Unterstützung.


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