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Finanziert Lilli - Unterstützung für eine Strassenhündin aus Kreta

Lilli, eine Strassenhündin, wurde mit vielen gesundheitlichen "Baustellen" von unserem Team auf Kreta gefunden. Wir wollen sie gesundpflegen und vermitteln.

T. Busch von Förderverein Arche Noah Kreta e.V./ Tierärzte-PoolNachricht schreiben

Lilli (vom Flughafen von Heraklion - wir berichteten bereits über sie) zeigte nach der ersten Untersuchung Folgendes:
- kachektisch (abgemagert)
- beidseitige Keratitis (Hornhauttrübung)
- läufig
- mittelgradige Pyodermie (Entzündung der Haut)
- apathisch/matt
- Anorexie (Fressunlust)
- blasse Schleimhäute

Die Warnlampen blinkten, aber auf diese Fälle sind wir vorbereitet.
Lilli kam in die Quarantäne, ohne Kontakt zu anderen Tieren. 

Am nächsten Morgen:
- schleimiger Durchfall
- immer noch Appetitlosigkeit

Die Warnlampen blinkten röter.
Lilli wurde Blut abgenommen und am selben Abend noch zum Labor geschickt.

Weitere Untersuchungen folgten:
- Staupetiter
- Giardien/Kokkzidienuntersuchung
- Blut- und Organwerte bestimmen
- Reisekrankheiten bestimmen

Diagnose:
- Staupe negativ (Gott sei Dank!)
- Leihsmaniose negativ (Gott sei Dank)
- Giadien positiv
- Ehrlichiose, Anaplasmose, Babesiose positiv
- geringe rote Blutkörperchen

Therapie:
- Giadientherapie (Metronidazol), Waschen, strenge Hygienemaßnahmen – Zoonose…
- Doxycyclingabe 28 Tage
- 5 x tgl. Augentropfen
- Unterstützung des Immunsystems

Später wird Lilli noch kastriert werden. Sie wird für die Ausreise einen Mikrochip benötigen, einen EU-Heimtierausweis, zwei Impfungen und eine Flugbox. Selbstverständlich nimmt keine Airline einen Hund kostenlos mit. Die Kosten liegen zwischen 100,- und 250,-. 

Lilli wird länger bei uns bleiben müssen. Bis sie ausreisefähig und gesund ist, werden mindestens zwei Monate vergehen. Bis dahin wird sie bei uns versorgt, was für unsere Pfleger und Tierärzte eine zeitliche Mehrbelastung von gut 1,5h pro Tag bedeutet (Kuscheln, Spielen, Spaziergänge – wenn sie gesund ist, nicht mitgerechnet). Die Kosten des Futters fehlen bewusst in dieser Rechnung.

Sie verstehen anhand von Lilli, dass eine Rettung „mal eben“ bei uns nicht funktioniert. Wäre Lilli zu einem Tierheim oder einer Pflegestelle gebracht worden, in der die medizinischen Möglichkeiten nicht in dieser Form gegeben sind, wäre Lilli für gesunde Tiere eine hoch ansteckende Zeitbombe gewesen. Und für sich selber natürlich auch.
Lilli bekommt alles von uns was sie braucht um gesund zu werden.
Immer wieder müssen wir den Spagat leisten, zwischen den Kastrationen und „die Einzelschicksale ins Leben zurückzuführen“. Wir machen das Hunderte Male im Jahr, oft an der Öffentlichkeit vorbei, weil unsere Zeit einfach nicht ausreicht, um über jedes Tier einen gesonderten Bericht zu verfassen.