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Finanziert Familientreffen für junge Geflüchtete

Wir möchten Familientreffen für junge Geflüchtete im Ausland organisieren. Mo und Omar haben ihre Familien seit fast 5 Jahren nicht mehr gesehen. Beide sind 19 Jahre alt und können weder Familiennachzug beantragen, noch in ihre Heimat zurückkehren.

Maryam K. von SolidariGee e.V.Nachricht schreiben

Erinnern Sie sich an Ihr 15jähriges Ich und stellen Sie sich vor, sie würden schlagartig von einen Tag auf den nächsten ganz auf sich alleine gestellt sein. Fortan hören Sie ihre Eltern nur noch übers Telefon und bekommen ab und zu Bilder geschickt - für unbestimmte Zeit.

Mo und Omar wohnen seit über 4 Jahren in Berlin und stehen beide vor neuen Herausforderungen. Beide sind 19 Jahre alt und beide kommen aus Syrien. Der Eine versucht sich selbstständig zu machen und der Andere steckt in seiner Ausbildung. Beide sprechen deutsch und meistern weitere alltägliche Hürden. Meistens mit Erfolg, jedoch alleine und auf sich gestellt.. 

Das war nicht immer so:
Beide haben vor fast 5 Jahren minderjährig ihr Land verlassen und sind mit Nachbarn über die bekannte Route nach Deutschland geflüchtet. Jung und alleine, viele Traumata dank Gefängnisaufenthalten, Verfolgung, Prügel und Bootfahrt auf den Schultern tragend, sind sie in Berlin angekommen, ohne Verwandtschaft oder Schutz. Aufgenommen in der Jugendhilfe haben sie die Sprache gelernt, Abschlüsse gemacht und stehen jetzt vor neuen Lebensabschnitten. Beiden wurde, aufgrund von katastrophaler Bürokratie erst viel zu spät die Flüchtlingseigenschaft zugeteilt, sodass der reguläre Familiennachzug nicht mehr möglich war.

Seit nun fast 5 Jahren haben sie ihre Familien nicht mehr außerhalb eines Bildschirms gesehen. Es besteht auch in naher Zukunft keine Möglichkeit dies zu tun, da sie weder über die finanziellen Möglichkeiten verfügen, noch in ihre Heimat zurückkehren können, und ihren Eltern auch keine Schengen Visa für einen Besuch ausgestellt werden würde. 

Wir möchten Mo und Omar die Chance geben ihre Familien im Ausland treffen zu können. Wir sind hierfür auf der Suche nach Geldgeber*innen für alle damit verbundenen Kosten. Konkret finanziert werden:

  • Flugkosten
  • Unterkunft
  • Verpflegung

Geplant sind die Treffen in einem Land, in dem es für die Familien möglich ist, ohne Visa einzureisen. Es sollen alle anfallenden Kosten übernommen werden, da alle Beteiligten aufgrund des Krieges und Flucht keine Finanzierungsmöglichkeit haben.

 Dr. Beate Thomas, Ärztin für Psychotherapie und Traumatherapeutin, meint hierzu:
„Resilienz ist die Fähigkeit, auch schlimmste Erfahrungen, Traumata wie Flucht und Vertreibung, überstehen und sie als einen Teil des eigenen Lebens in die persönliche Lebensgeschichte integrieren zu können. Resilienz entsteht durch haltgebende Beziehungen, wie sie Eltern, aber auch andere wichtige Bezugspersonen ihren Kindern bieten. Sicherheit und Geborgenheit in uns selbst braucht zu allererst die Verbindung zu anderen, die an uns glauben, uns in unserer Eigenart respektieren und uns das Gefühl geben, nicht allein auf der Welt, sondern Teil einer Gemeinschaft zu sein. Gerade in der Pubertät stützt diese Beziehungserfahrung die Persönlichkeit in ihrer Entwicklung. Jeder Mensch braucht ein Gegenüber, um sich in Sicherheit weiterentwickeln zu können. Das erste und wichtigste Gegenüber sind meist Mutter und Vater.“ 

Wir freuen uns über jede Unterstützung!