Deutschlands größte Spendenplattform

Bitte aktualisiere deinen Browser

Wir wollen die Welt mit dir zusammen besser machen. Dafür brauchen wir einen Browser, der aktuelle Internet-Technologien unterstützt. Leider ist dein Browser veraltet und kann betterplace.org nur fehlerhaft darstellen.

So einfach geht das Update: Bitte besuche browsehappy.com und wähle einen der modernen Browser, die dort vorgestellt werden.

Viele Grüße aus Berlin, dein betterplace.org-Team

1 / 7

Finanziert Unser Leben - unsere Rechte! Grundrechte-Workshops in den Slums von Delhi

Sauberes Wasser? Fehlanzeige! Ein Arzt? Nicht da! Strom? Vielleicht... Möchtest Du so leben? Tausende in den Slums von Delhi haben keine andere Wahl. STOP will den Menschen in diesen Vierteln helfen, ihre Grundrechte einzufordern - sei auch Du dabei!

R. Vogt-Heeren von STOP Freundeskreis e.V. Nachricht schreiben

Es ist der 13. März 2019 im Slum Tughlakabad in Neu Delhi. Die indische Menschenrechtsorganisation STOP hat zu einem Workshop eingeladen. Mehr als 300 Menschen sind gekommen und sitzen nun dicht gedrängt am Boden. Ziel ist es, die Menschen darüber aufzuklären, dass sie Grundrechte haben und ihnen zu zeigen, wie sie diese einfordern können. Denn in Indien hat jede Bürger*in das Recht auf Wasserversorgung, medizinische Hilfe und Schulbildung. Die wenigsten Menschen in den Armenvierteln wissen jedoch um diese Grundrechte und noch weniger kennen die richtigen Wege diese einzufordern.

Das indische "Right to Information"-Gesetz ermöglicht es, einen Antrag auf Auskunft bei den Behörden zu stellen, wenn ein*e Bürger*in glaubt ihre Grundrechte werden nicht erfüllt. Innerhalb von 30 Tagen muss eine Antwort seitens der Behörden erfolgen. Im Rahmen des Workshops erklärt STOP das Gesetz und hilft beim Ausfüllen der Anträge

Mehr als 100 Anträge werden an diesem Nachmittag ausgefüllt. STOP fasst diese zu zehn Haupt-Anträgen zusammen und reicht sie stellvertretend bei den Behörden ein. (Zum jetzigen Zeitpunkt - August 2019 - hat STOP eine Antwort auf alle zehn Anträge erhalten. Bei vier war die Antwort nicht zufriedenstellend und STOP wird einen Folgeantrag stellen. Wird auch dieser nicht gewissenhaft bearbeitet, kann der Antragsteller*in das Anliegen vor Gericht bringen.)
Drei Wochen nach dem Workshop passiert etwas, mit dem selbst die größten Optimisten nicht gerechnet hätten: Ein Politiker kommt in den Slum, um sich bezüglich der Anfrage zur maroden Wasserversorgung zu informieren. Er verspricht, sich der Sache anzunehmen. Noch ist nicht sicher, wann es sauberes Wasser in Tughlakabad geben wird. Sicher ist, dass STOP dem gegebenen Versprechen nachgehen wird. Viel entscheidender ist aber, dass sich die Bewohner*innen zum ersten Mal ihrer Grundrechte bewusst geworden sind und diese aktiv eingefordert haben.

Nach diesem erfolgreichen ersten Workshop möchte STOP nun in drei weiteren Slums Workshops zu Grundrechten durchführen, bei Anträgen unterstützen und über 2.000 Menschen erreichen. Zudem sollen 500 Frauen aus dem STOP Netzwerk als Botschafterinnen für den "Right-to-Information-Act" ausgebildet werden, um in ihren Nachbarschaften das Wissen über das Gesetz zu verankern.

STOP kämpft seit über 20 Jahren für eine Welt frei von Menschenhandel und Zwangsprostitution. In dieser Zeit hat STOP über 2.000 Zwangsprostituierte befreit. Mit Aufklärungskampagnen und Sozialarbeit in vier Slums werden die hier lebenden Menschen unterstützt und Präventionsarbeit geleistet. Der STOP Freundeskreis e.V. ist der deutsche Unterstützerkreis von STOP. Alle Aktiven arbeiten ehrenamtlich, so dass 100% der Spenden in Indien ankommen. Mindestens einmal im Jahr besuchen Mitglieder des Freudeskreis die indische Partnerorganisation. Mehr Infos unter: www.stop-freundeskreis.org