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Finanziert Ein essbarer Garten für die Johann-Wolfgang-Siedlung am Hasenbuck

Ein Projekt von Diakonieverein Nürnberg-Süd e.V.
in 90461 Nürnberg , Deutschland

Eine Nürnberger Siedlung, in der es vielen Menschen nicht so gut geht, erhält einen Gemeinschafts-Garten zum Gemüse-Anbau. So produzieren die Menschen in Eigeninitiative gesunde, günstige Nahrungsmittel und tun zugleich etwas für die Umwelt.

Claudia Schuller
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Über das Projekt

Die Johann-Wolfgang-Siedlung soll ein Gemeinschafts-Beet erhalten, in dem frisches Gemüse selbst gezüchtet wird. Dahinter steht die Idee des Urban Gardening (Urbaner Gartenbau).
Beim Urbanen Gartenbau handelt es sich um eine gärtnerische und kleinräumige Bewirtschaftung von städtischen Flächen. Das nachhaltige Bewirtschaften der Pflanzenkulturen sowie die dadurch mögliche ökologische und lokale Lebensmittelproduktion plus bewusst ortsnaher Nahrungsmittelkonsum der erwirtschafteten Erzeugnisse stehen im Mittelpunkt des Projektes. Zudem ist der Urbane Gartenbau auch eine Antwort auf das stetige Bevölkerungs-wachstum in den Städten bei parallelem Verschwinden von landwirtschaftlichen Anbauflä-chen. Er ist eine adäquate Antwort zur Lösung globaler Umweltprobleme auf lokaler Ebene.
Kombiniert wird dieser Ansatz mit dem Projekt der „Essbaren Stadt“. In diesem Rahmen werden auf innerstädtischen Freiflächen Zierpflanzen und Rasen bewusst durch Obst, Gemüse und Kräuter ersetzt. Die Menschen vor Ort können ihre eigenen Nahrungsmittel produzieren, frisch, nachhaltig und günstig gleich vor der Haustüre. Dadurch wird eine gesunde Ernährung gefördert sowie die Wertschätzung für lokale Lebensmittel gesteigert. Ohne aufwendige Baumaßnahmen werden die vorhandenen Grünanlagen aufgewertet. Zudem können bewusst alte Obst-und Gemüsesorten angebaut werden, um die Artenvielfalt zu unterstützen. Was Urbanen Gartenbau früher bis ins 19. Jahrhundert unerlässlich gemacht hat, könnte in Zukunft auch wieder eine Rolle spielen. Die stärkere Verbindung von Landwirtschaft und Stadtleben trägt dazu bei, Ressourcen und Umwelt zu schützen, indem Transportwege verringert und durch das städtische Grün Lebens- und Luftqualität verbessert werden, indem etwas für die Artenvielfalt getan wird und eine Notfall-Versorgung für Ausnahmezustände entsteht.
Die Vorteile für die Menschen in der Johann-Wolfgang-Siedlung sind vielfältig:
• Sie erhalten günstige und gesunde Nahrungsmittel (bessere Ernährung)
• Sie lernen regionale Lebensmittel schätzen und werden an gesunde Ernährung sowie strukturiertes Kochen herangeführt (besseres Ernährungswissen)
• Sie können mit dem Gärtnern einer sinnvollen und erfüllenden Beschäftigung nachgehen (bessere Tagesstruktur)
• Sie kommen zusammen und bilden nachbarschaftliche Strukturen aus (bessere Kommunikation und Kontakte)
• Sie werden zu eigenem Engagement ermuntert und können ein positives Selbstwertgefühl aufbauen, indem sie stolz auf ihr eigenes Beet und ihre Erzeugnisse sind (bessere Lebenseinstellung und Psyche)
• Sie werden mit Umweltschutz und Nachhaltigkeit vertraut gemacht und leisten zugleich selbst einen Beitrag für bessere Luft plus mehr Artenvielfalt in ihrem Stadtteil (bessere Einbindung und Beteiligung, bessere Umweltbildung)
Es kommen also ökologisch-nachhaltige und soziale Vorteile zusammen.