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Wothouq e.V. - Frauen Gemeinschaftszentrum Izmir

Wothouq ist ein geplantes Gemeinschaftszentrum in Izmir (Türkei), welches geflüchtete Frauen* darin unterstützen wird, die vielfältigen sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Barrieren zu sozialer Mobilität und Integration zu überwinden.

Jana Brehm von Wothouq e.V. - Women's Community Center IzmirNachricht schreiben

Enstehung des Projekts
Wir - Wothouq e.V. - sind ein Gruppe Personen, welche alle Migration entweder durch eigenes Exil oder durch unsere Arbeit als Aktivist*innen erlebt haben. Indem wir in unterschiedlichen migrationsbezogenen Projekten an EU's Außengrenzen involviert waren, wurden wir Zeug*innen der dramatischen Auswirkungen des EU-Türkei Deals auf die Situation Geflüchteter auf griechischer Seite. Bei unseren Recherchereisen nach Izmir (Türkei) haben wir erfahren und erlebt, wie die Lebensumstände Schutzsuchender in Folge des Deals unerträglich geworden sind. Daraufhin haben wir mit verschiedenen Gruppen und Individuen in Izmir das vorliegende Projekt entwickelt und den Verein Wothouq e.V. gegründet.

Das Projekt
Das Wothouq - Gemeinschaftszentrum wird Frauen* und Familien darin unterstützen, Alltagshürden zu überwinden und Kraft und Selbstvertrauen zurückzugewinnen, um Perspektiven eines selbstbestimmten, würdigen Lebens entwickeln zu können. Zunächst sollen dafür alltägliche Probleme auf rechtlicher, psychologischer und sozialer Ebene angegangen und dadurch auf eine erleichterte Alltagssituation und eine damit einhergehende mentale Entlastung hingewirkt werden. Das Konzept, koordinierte Unterstützung dieser sich untereinander bedingenden Ebenen beruht auf der Erkenntnis, dass das Zusammenwirken rechtlicher, psychologischer und sozialer Barrieren für die Frauen* in unerträglichen Lebensumständen resultiert.
Daneben soll den Frauen* durch Sprachunterricht, Trainingsangebote und weitere Begegnungspunkten mit der einheimischen Bevölkerung der Zugang zum gesellschaftlichen Leben, sowie die autonome Ausübung ihrer Rechte erleichtert werden.

Hintergrundinformationen 
Im Vergleich zu den etwa 2,4 Millionen Asylsuchenden, welche seit Wirksamwerdens des EU-Türkei Deals im März 2016 bis Ende 2018 nach Europa gekommen sind, waren es im gleichen Zeitraum mit über 4 Millionen registrierten Asylsuchenden und temporär Geschützten in der Türkei fast doppelt so viele Menschen. Durch den Deal wurde die Türkei von einem Transitland auf der Route nach Europa zum Hauptaufnahmeland einer der Größten Gruppen Geflüchteter weltweit. Die Einstufung der Türkei als sicherer Drittstaat basiert maßgeblich auf dem ersten Türkischen Gesetz für internationalen Schutz (LFIP), welches erst drei Jahre zuvor verabschiedet wurde. Das sehr junge, unerprobte Gesetz wurde im Zuge dessen inklusive sämtlicher rechtlicher und prozessualer Mängel zur rechtlichen Lebensgrundlage von mehreren Millionen Schutzsuchendenden, während es von den adressierten Institutionen bis heute nicht vollständig implementiert ist. Zusätzlich zu all diesen rechtlichen und strukturellen Missständen, werden Frauen aufgrund ihres Geschlechts besonders marginalisiert und diskriminiert, wobei ihr Alltag bereits besonders hart und von enormen Herausforderungen geprägt ist. Dabei mangelt es an der notwendigen sozialen, psychologischen und rechtlichen Unterstützung, um ein neues Leben aufbauen zu können. 

Kontakt
https://www.wothouq.org/