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Krankenhaus Ghana – Solidaritätsmedizin

Immer noch sterben in Ghana viele Frauen und Kinder bei der Geburt. Das Besondere an dem Krankenhaus für Ghana soll sein, dass hier Kinder, die jünger als fünf Jahre alt sind, kostenlose medizinische Versorgung erhalten.

S. Okae von Hilfe für Krankenhausbau in Ghana e.V.Nachricht schreiben


Eine Reise von 1000 Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.

Mit dem Wunsch, ein guter Arzt zu werden, begann Dr. Okae 2002 sein Medizinstudium an der Charité in Berlin. Vier Jahre später kehrte er mit einem Stipendium vom DAAD (Deutscher akademischer Austausch-Dienst) für ein Malaria-Projekt nach Ghana zurück.
„Erst dieser direkte Vergleich beider Länder hat mir bewusst gemacht, wie unzureichend die medizinische Versorgung in meinem Heimatland ist“, sagt der heute 38-jährige Vater von vier Kindern. Die Eindrücke aus Ghana führten zu seinem Entschluss, einen Beitrag in seinem Heimatland zu leisten, um die Situation zu verbessern:

Dr. Okae nahm sich vor, ein Muster-Krankenhaus in einem Vorort der Hauptstadt Accra/Ghana zu bauen.
Um sich seinen Traum zu erfüllen, fing er an zu sparen. „Meine Wohnung im Studentenwohnheim war schön billig, und Partys waren eh nie mein Ding“, sagt er lächelnd.
Vor sechs Jahren war es dann soweit. Er kaufte ein Grundstück in einem Vorort von Accra und begann vor fünf Jahren mit dem Bau des Krankenhauses. Seitdem ist bereits Vieles in Gang gekommen.
Das meiste organisiert Dr. Okae aus Dortmund und schickt regelmäßig Seecontainer mit Baumaterialien und Mobiliar in sein Heimatland. Er durfte sogar Fenster, Türen, Handläufe und viele andere Baumaterialien aus ausrangierten Kliniken in Deutschland per Seecontainer nach Ghana schicken. So hat er einen Grundstock an Baumaterialien entwickelt.
Aber auch medizinische Sachspenden wie in Deutschland nicht mehr zugelassene medizinische Instrumente und Medizintechnik hat er bereits von hilfsbereiten Kollegen bekommen.
Sein jetziger Chef im Klinikum Dortmund, Herr Prof. Dr. Lüring, unterstützt ihn im Besonderen: Ob Dr. Okae beispielsweise einen Termin für sein Projekt wahrnehmen muss oder ob es um das Rekrutieren von Sachspenden aus dem eignen Klinikbetrieb geht – die Unterstützung seines Chefs und seiner Kollegen hat er.

Die Bauaufsicht vor Ort in Ghana hat sein Freund, der Ingenieur Dr. Eric Ofosu Antwi. Auch seine Eltern und seine Schwester haben ein Auge auf die Baustelle.
Am liebsten ist es ihm aber, wenn er selber vor Ort sein kann. Mindestens einmal im Jahr fliegt er nach Ghana, um selber anzupacken und die Baustelle voran zu treiben. In den vergangenen Jahren hat Dr. Okae bereits über 250.000 € in sein Projekt gesteckt. Hierfür ist er unter anderem viele Tage und Nächte in Deutschland als Notarzt unterwegs gewesen, um diese Summe anzusparen.
Mittelfristiges Ziel des Projektes soll es sein, dass in dem neuen Krankenhaus in Ghana bis zu 100 Mitarbeiter (Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger) arbeiten werden. Da in Ghana jedoch nicht nur die Krankenbetten und Geräte, sondern auch die Fachkräfte fehlen, möchte Dr. Okae mit seiner Familie nach Ghana zurückkehren, wenn der Bau fertig ist. „Es ist mir bewusst, dass es ein sehr langer Weg zum Ziel ist. Aber eine Reise von 1000 Meilen beginnt mit dem ersten Schritt“, sagt der Vater von vier Kindern zuversichtlich.