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Klage gegen die Errichtung eines 1000-Kühe-Stalls in Oberschwaben

Im oberschwäbischen Ostrach/Hahnennest plant ein Zusammenschluss mehrerer Landwirte die Errichtung eines 1000-Kühe-Stalls. Der BUND Pfullendorf stellt sich seit langem mit verschiedenen Aktionen aktiv gegen die Umsetzung dieses Projekts.

S. Gebhart von BUND Ortsverband PfullendorfNachricht schreiben

Im oberschwäbischen Ostrach/Hahnennest plant ein Zusammenschluss  mehrerer Landwirte die Errichtung eines 1000-Kühe-Stalls. 

Mit der Errichtung eines Stalls in dieser Größenordnung werden jährlich zusätzlich ca. 9 Millionen Liter Milch produziert. Der deutsche Milchmarkt ist jedoch bereits seit Jahren übersättigt und der Milchpreis sinkt. Der Stall leistet somit einen weiteren negativen Beitrag zu dieser Entwicklung. 
Die Erbauer sind vornehmlich an der Gülle für die bereits bestehende Biogasanlage interessiert und nicht an einem guten und fairen Milchpreis. 
Es ist zudem damit zu rechnen, dass im regionalen Verdrängungswettbewerb um die billigste Milch 25-30 Familienbetriebe in der Region auf der Strecke bleiben.

Da der Futterbedarf für die Tiere nicht über die eigenen vorhandenen Ressourcen gedeckt werden kann, müssen laut Planung jährlich 2000 Tonnen Futtermittel zugekauft werden (Kraftfutter). Futtermittel, das auf Flächen angebaut wird, die nicht zum Milchpark gehören und somit weite Transportwege bedingen. Hinzu kommt, dass durch die Futtermittelimporte und den Anbau von Monokulturen für Futter- und Ennergiepflanzen enorme Nährstoffzuflüsse auf regionalen Flächen entstehen, die nachhaltig zu einer Verschlechterung der Wasserqualität durch eine damit verbundene erhöhte Nitratzufuhr und zu einer veränderten Artenzusammensetzung auf den umliegenden Schutzflächen führen können.

Durch die Bodenpolitik der Bauträger werden zudem das Preisgefüge auf dem Bodenmarkt und die Pachtpreise nachhaltig negativ beeinflusst, was wiederum negative Folgen für die Kleinbauern der Region mit sich bringt. 

Ebenfalls negativ wirken sich die Ausbringung der Überreste der an den Stall angeschlossenen Biogasanlage als Düngemittel aus. Auf den betroffenen Flächen werden durch die Ausbringung  Große Mengen an Stickstoff und Phosphor eingebracht. Überdüngungseffekte wiederum führen zu einem vermehrten Ausstoß an klimarelevanten Gasen. 

Der BUND Pfullendorf stellt sich seit langem mit verschiedenen Aktionen aktiv gegen die Umsetzung dieses Projekts. Als letztmögliche Maßnahme zur Verhinderung des Stallbaus reicht der BUND nun eine Klage ein. Hierfür benötigen wir dringend deine Spende! 
 
Im Falle einer erfolgreichen Klage werden die gesamten Spenden für weitere Umwelt- und Naturschutzprojekte des BUND Pfullendorf eingesetzt. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Baden Württemberg e. V. Ortsverband Pfullendorf betreut eine Vielzahl der umliegenden Naturräume durch selbst durchgeführte Pflegemaßnahmen und setzt sich aktiv durch die Ansaat von Blühwiesen und die Pflanzung von Bäumen und Hecken für eine diverse und artenreiche Kulturlandschaft in der Region ein. Dies sichert vielen bedrohten Tier- und  Pflanzenarten dringend benötigte Habitate und trägt zu einem attraktiven Landschaftsbild bei.