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Stell dir vor du hast Schmerzen und niemand hilft dir! - Medinetz Hannover

Die rot-schwarze Regierung des Landes Niedersachsen streicht die Mittel zur Gesundheitsversorgung Papierloser zusammen. Nun muss einer großen Personengruppe spendenfinanziert der Zugang zu einer adäquaten Gesundheitsversorgung ermöglicht werden!

L. Niestadtkötter von Medinetz Hannover e.V.Nachricht schreiben

In den 1990er Jahren ging der letzte große Rechtsruck durch die Gesellschaft und die Asylgesetzgebung wurde verschärft: Einer großen Personengruppe wurde das durch die UN-Menschenrechtskonvention verbriefte Recht auf einen geregelten Zugang zu medizinischer Versorgung entzogen. Daraufhin bildeten sich in vielen Städten Deutschlands unter den Namen "Medinetz" oder "Medibüro" Beratungsstellen, die es sich zur Aufgabe machten, allen Menschen den Zugang zu medizinischer Versorgung zu ermöglichen. Zu diesem dezentral organisierten Netzwerk zählt auch das Medinetz Hannover e.V. Es hat vor Ort ein Netzwerk kooperierender Ärztinnen und Ärzte, Physiotherapeut*innen und Dolmetscher*innen aufgebaut, die sich bereit erklärt haben, unentgeltlich oder zu einem vergünstigten Satz Behandlungen durchzuführen. Unter einem Sprechstundentelefon können sich Menschen in einer medizinischen Notlage anonym vorstellen. Sodann wird versucht, gemäß des Aufenthaltsstatus dieser Personen eine staatliche Stelle zu ermitteln, die gesetzlich gebunden für anfallende Kosten aufzukommen hat. Die Komplexität des Asylbewerberleistungsgesetzes, des EU-Rechts und des Landesrechts Niedersachsen schafft zahlreiche Sonderfälle, für die sodann einzig das spendenfinanzierte Medinetz Hannover e.V. als vermittelnde Instanz einspringt.

Ende des Jahres 2018 wird sich die beschriebene Situation drastisch verschlimmern, denn das Pilotprojekt "Vergabestelle zur Gesundheitsversorgung"
wurde von der rot-schwarzen Landesregierung nicht weiter verlängert. Im Rahmen dieses Projektes wurde Menschen ohne Papiere ein Krankenschein ausgestellt, ohne dass diese eine behördliche Verfolgung befürchten mussten. In den drei Jahren des Projektzeitraumes wurden weit mehr als 1000 Behandlungsscheine ausgestellt - in einer über die Jahre steigenden Tendenz. Das Medinetz Hannover sieht sich mit einer unvorstellbar großen Gruppe potenzieller Klient*innen konfrontiert, denen fortan medizinische Hilfe vermittelt werden muss. Die politische Entscheidung der rot-schwarzen Landesregierung produziert somit nur Verlierer*innen: allen voran die Klient*innen, deren Zugang zu gesundheitlicher Versorgung sich zusätzlich erschwert, zudem die behandelnden Ärztinnen und Ärzte, die auf eine leistungsgerechte Bezahlung verzichten müssen. Nach aktuellem Stand sieht sich das Medinetz Hannover e.V. nicht in der Lage, die Kosten, die für Medikamente, apparative Diagnostik oder gar Krankenhausaufenthalte anfallen, durch Spenden gegenfinanzieren zu können. Deshalb wendet es sich nun an die Öffentlichkeit mit der Bitte, mittels Spenden jener Personengruppe eine Gesundheitsversorgung zu ermöglichen.