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Präventionsarbeit und Ausstiegsberatung für Frauen in der Prostitution

Menschenhandel ist neben dem Drogen-und Waffenhandel die lukrativste Geldquelle des organisierten Verbrechens.Die Nachfrage in Deutschland dem "Bordell Europas" ist groß. 90% der Frauen auf dem Mark stammen aus Osteuropa und sind hilflos ausgeliefert

M. Hageney von SOLWODI Landesverband Baden Württemberg e.V.Nachricht schreiben

Deutschland hat weltweit eines der liberalsten Prostituiertengesetze, irreführend „Schutzgesetz“ genannt. Dieses Gesetz öffnet in besonderer Weise nicht nur Freiern und Sextouristen sondern auch der organisierter Kriminalität Türen und Tore – und das ganz legal! Deutschland ist Importland Nr. 1 für Frauen, die in die Prostitution gehandelt werden. Man nennt uns nicht umsonst „das Bordell Europas“ 
Menschenhandel ist neben dem Drogen- und Waffenhandel die lukrativste Geldquelle des organisierten Verbrechens. 
Die „Ware Frau/Mensch“ wächst ständig nach. Im Gegensatz zu Waffen und Drogen ist sie nicht nur einmal zu verkaufen, sie kann langfristig ausgebeutet werden. 
Frauen und Kinder kosten in den Rekrutierungsländern nichts. Folglich sind keinerlei Investitionen erforderlich. Im Westen dagegen ist die „Ware“ sehr gefragt und wird gut bezahlt. Da werden für eine Frau schon mal 20.000 Euro und mehr bezahlt. 
Die Nachfrage nach Sexarbeiterinnen/Sexsklavinnen ist groß. Nach wie vor wird „Sexarbeit“ vom Gesetzgeber als eine normale Tätigkeit betrachtet. Die kriminelle Seite von Menschenhandel, Zuhälterei und Bordellbetreibern wird an die Polizei verwiesen, die allerdings für die nötigen Strukturermittlungen nahezu keine Kapazität hat. Stattdessen wird es den zahlreichen Sexkäufern leicht gemacht, die menschenverachtende Seite ihrer Bordellbesuche einfach zu übersehen. Tatsächlich beuten sie Frauen aus, die unter Zwang und Ausnutzung persönlicher Not zu bloßer Ware degradiert werden. 
Auch die Öffentlichkeit will nicht wahrhaben, dass hunderttausende Frauen und Kinder mitten in unserem Rechtsstaat sexuell ausgebeutet und missbraucht werden. Es würde zu sehr unseren Idealen der freien Persönlichkeitsentfaltung widersprechen. Stattdessen wird vor Moralismus gewarnt und die sich freiwillig anbietende Sexarbeiterin propagiert - eine verschwindende Minderheit, deren Interessen niemals vor denen der unzähligen Opfer rangieren dürfen! 
Die wenigen überführten Fälle von Zuhälterei und Menschenhandel, werden zwar aufs Schärfste verurteilt, aber vor Gericht milde abgeurteilt. Auch ist es gesellschaftlich kaum noch ein Tabu, seinen Junggesellenabschied oder die Abiturfeier im Puff zu feiern, möglicherweise ohne sich bewusst zu machen, dass dabei Frauen unter Zwang und Ausbeutung zu bloßer Ware degradiert werden. 
Ganz besonders hier möchten wir ansetzen mit unserer Präventionsarbeit und in Schulen, Ausbildungsbetrieben, Vereinen und Gemeinden aufklären und informieren.
Seit der EU-Ostererweiterung sind aber 95% der Frauen, in der Prostitution in Deutschland, Ausländerinnen und hier vor allem aus Rumänien, Bulgarien und der Ukraine stammend, und die Frauen sind nicht freiwillig hier! 
Einmal in diesem System gefangen, gibt es nur schwer ein Entkommen. Ohne Geld und ohne Sprachkenntnisse sind die Frauen hoffnungslos ausgeliefert. Aus Ländern stammend in denen staatliche Gewalt oftmals als korrupt erlebt wird, wenden sich die Frauen in Not meist nicht an die deutsche Polizei. Hier sind wir als NGO oftmals die einzige Anlaufstelle.

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