Deutschlands größte Spendenplattform

Spenden statt Geschenke: Opferfonds für Betroffene

Ein Projekt von RAA Sachsen e.V.
in Dresden, Deutschland

Danke für Eure Spenden 2021!

Andrea H.
Andrea H. schrieb am 13.12.2021

Auch im sich dem Ende neigenden Jahr 2021 konnten wir wieder zahlreiche Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Sachsen nicht nur beraten und begleiten, sondern auch finanziell unterstützen und so Notlagen abfedern. Dank Eurer Spenden war der Opferfonds gut gefüllt. So konnten wir in 2021 insgesamt ca. 8.000 Euro Betroffenen zur Verfügung stellen. 

In zahlreichen Fällen konnten wir nach Angriffen anfallende Kosten aus dem Opferfonds übernehmen - für Reparaturen an beschädigten Autos, Fahrrädern, Fenstern, Türen oder Briefkästen, für Fahrscheine, sowie für den Ersatz für zerstörte Telefone oder Winterkleidung. Auch Schutzmaßnahmen, wie Sicherheitsschlösser und Riegel, wurden finanziert. 

Mit größeren Beträgen konnten wir dringend notwendige und nicht anders finanzierbare Psychotherapie-Sitzungen ermöglichen. Auch bei Anwaltskosten für Betroffene, die sich aufgrund von Täter-Opfer-Umkehr vor Gericht verteidigen lassen mussten, konnten wir finanziell unterstützen. 

Die Hälfte der Gelder verwendeten wir im Jahr 2021 in Fällen von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt im direkten Wohnumfeld. Anfeindungen und Angriffe im Wohnumfeld nehmen in den letzten Jahren deutlich zu. Für die Betroffenen ist eine solche Situation äußerst belastend. Denn das Sicherheitsgefühl, was mit dem eigenen Zuhause verbunden ist, wird massiv beschädigt. Dass die Täter nicht selten sogar Tür an Tür leben, stellt eine reale Gefahr für die Betroffenen dar. An eine Verarbeitung des Erlebten ist unter solchen Umständen kaum zu denken. Stattdessen bleibt die beständige Angst vor erneuter Gewalt.

Deshalb kann im Beratungsprozess die zumindest vorübergehende Unterbringung in sicheren Wohnungen hilfreich sein um die notwendige psychische Erholung der Betroffenen zu ermöglichen.


  • Ein Klient, der in seinem Wohnumfeld mit einer Waffe bedroht wurde, hatte unter massiven psychischen Belastungen zu leiden. Wir ermöglichten ihm aus dem Opferfonds den zeitweiligen Aufenthalt in einer anderen Stadt, damit er sich stabilisieren und erholen konnte.

Als letzter Ausweg bleibt in solchen Fällen nur der Umzug. Das ist jedoch aufgrund bürokratischer, finanzieller und struktureller Hürden nicht immer so einfach möglich. Für Umzugskosten, doppelte Mietzahlungen oder Kaution fehlen häufig die finanziellen Mittel, zuständige Ämter übernehmen die Kosten nicht, oder erst nach langer Bearbeitungsdauer. 
 
  • Ein Klient, der im letzten Jahr in seiner Nachbarschaft angegriffen wurde, hat sich für einen Umzug entschieden, da er seither in beständiger Unsicherheit lebt. Für eine doppelte Miete fehlte ihm das Geld, diese konnte jedoch aus dem Opferfonds finanziert werden.
  • Eine Klientin mit ihrem dreijährigen Sohn war in ihrem Wohnhaus permanenten rassistischen Beleidigungen, Belästigungen und Bedrohungen ausgesetzt. Zuletzt schlug der rassistische Nachbar ihre Wohnungstür ein. Gegenüber allen Interventionen zeigte sich der Täter resistent. Für Frau und Sohn konnte schließlich eine Wohnung in einer anderen Stadt gefunden und der Umzug ermöglicht werden. Kaution und doppelte Mietzahlung beglichen wir aus dem Opferfonds.
  • Ein Klient, der seit vielen Jahren aufgrund seiner nicht-rechten, subkulturellen Zuordnung Anfeindungen und Bedrohungen erlebt, hat sich schließlich für einen Umzug entschieden. Auch er konnte in seiner finanziellen Situation die Kosten nicht allein tragen, sodass der Opferfonds auch hier für doppelte Mietkosten aufkam.
  • Ein Klient, der aufgrund seiner sexuellen Orientierung Anfeindungen und Angriffe in seiner Nachbarschaft erleben musste, entschied sich ebenfalls für einen Umzug. Da die Kostenübernahme für den Umzug erst beim zuständigen Amt erstritten werden muss, überbrückte der Opferfond hier kurzfristig.
 
Vielen Dank für Eure Spenden!

Ihr wollt dabei helfen, den Opferfonds für 2022 wieder aufzufüllen, damit wir Betroffene weiterhin schnell und unkompliziert auch finanziell unterstützen können? Spendet gern! Wir freuen uns über jede Zuwendung.






Danke für Eure Spenden 2021!

Andrea H.
Andrea H. schrieb am 13.12.2021

Auch im sich dem Ende neigenden Jahr 2021 konnten wir wieder zahlreiche Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Sachsen nicht nur beraten und begleiten, sondern auch finanziell unterstützen und so Notlagen abfedern. Dank Eurer Spenden war der Opferfonds gut gefüllt. So konnten wir in 2021 insgesamt ca. 8.000 Euro Betroffenen zur Verfügung stellen. 

In zahlreichen Fällen konnten wir nach Angriffen anfallende Kosten aus dem Opferfonds übernehmen - für Reparaturen an beschädigten Autos, Fahrrädern, Fenstern, Türen oder Briefkästen, für Fahrscheine, sowie für den Ersatz für zerstörte Telefone oder Winterkleidung. Auch Schutzmaßnahmen, wie Sicherheitsschlösser und Riegel, wurden finanziert. 

Mit größeren Beträgen konnten wir dringend notwendige und nicht anders finanzierbare Psychotherapie-Sitzungen ermöglichen. Auch bei Anwaltskosten für Betroffene, die sich aufgrund von Täter-Opfer-Umkehr vor Gericht verteidigen lassen mussten, konnten wir finanziell unterstützen. 

Die Hälfte der Gelder verwendeten wir im Jahr 2021 in Fällen von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt im direkten Wohnumfeld. Anfeindungen und Angriffe im Wohnumfeld nehmen in den letzten Jahren deutlich zu. Für die Betroffenen ist eine solche Situation äußerst belastend. Denn das Sicherheitsgefühl, was mit dem eigenen Zuhause verbunden ist, wird massiv beschädigt. Dass die Täter nicht selten sogar Tür an Tür leben, stellt eine reale Gefahr für die Betroffenen dar. An eine Verarbeitung des Erlebten ist unter solchen Umständen kaum zu denken. Stattdessen bleibt die beständige Angst vor erneuter Gewalt.

Deshalb kann im Beratungsprozess die zumindest vorübergehende Unterbringung in sicheren Wohnungen hilfreich sein um die notwendige psychische Erholung der Betroffenen zu ermöglichen.


  • Ein Klient, der in seinem Wohnumfeld mit einer Waffe bedroht wurde, hatte unter massiven psychischen Belastungen zu leiden. Wir ermöglichten ihm aus dem Opferfonds den zeitweiligen Aufenthalt in einer anderen Stadt, damit er sich stabilisieren und erholen konnte.

Als letzter Ausweg bleibt in solchen Fällen nur der Umzug. Das ist jedoch aufgrund bürokratischer, finanzieller und struktureller Hürden nicht immer so einfach möglich. Für Umzugskosten, doppelte Mietzahlungen oder Kaution fehlen häufig die finanziellen Mittel, zuständige Ämter übernehmen die Kosten nicht, oder erst nach langer Bearbeitungsdauer. 
 
  • Ein Klient, der im letzten Jahr in seiner Nachbarschaft angegriffen wurde, hat sich für einen Umzug entschieden, da er seither in beständiger Unsicherheit lebt. Für eine doppelte Miete fehlte ihm das Geld, diese konnte jedoch aus dem Opferfonds finanziert werden.
  • Eine Klientin mit ihrem dreijährigen Sohn war in ihrem Wohnhaus permanenten rassistischen Beleidigungen, Belästigungen und Bedrohungen ausgesetzt. Zuletzt schlug der rassistische Nachbar ihre Wohnungstür ein. Gegenüber allen Interventionen zeigte sich der Täter resistent. Für Frau und Sohn konnte schließlich eine Wohnung in einer anderen Stadt gefunden und der Umzug ermöglicht werden. Kaution und doppelte Mietzahlung beglichen wir aus dem Opferfonds.
  • Ein Klient, der seit vielen Jahren aufgrund seiner nicht-rechten, subkulturellen Zuordnung Anfeindungen und Bedrohungen erlebt, hat sich schließlich für einen Umzug entschieden. Auch er konnte in seiner finanziellen Situation die Kosten nicht allein tragen, sodass der Opferfonds auch hier für doppelte Mietkosten aufkam.
  • Ein Klient, der aufgrund seiner sexuellen Orientierung Anfeindungen und Angriffe in seiner Nachbarschaft erleben musste, entschied sich ebenfalls für einen Umzug. Da die Kostenübernahme für den Umzug erst beim zuständigen Amt erstritten werden muss, überbrückte der Opferfond hier kurzfristig.
 
Vielen Dank für Eure Spenden!

Ihr wollt dabei helfen, den Opferfonds für 2022 wieder aufzufüllen, damit wir Betroffene weiterhin schnell und unkompliziert auch finanziell unterstützen können? Spendet gern! Wir freuen uns über jede Zuwendung.