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Demokratieaufbau in Kolumbien: Kinder filmen und verändern ihre Stadt

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Kinder in Kolumbien lernen Kurzfilme zu produzieren über die Probleme in ihrer Gemeinde. Die Filme werden öffentlich gezeigt und verändern das Bewusstsein und den Handlungswillen der Bevölkerung. Eine Förderung demokratischer Prozesse an der Basis.

k. stelter von Weltweit - Gesellschaft zur Förderung lokaler Ini.Nachricht schreiben

In Kolumbien hat der 50 Jahre währende Bürgerkrieg nicht nur zivilgesellschaftliche Strukturen sondern auch zwischenmenschliche Werte in Schutt und Asche gelegt. Eine Folge sind Misstrauen, Korruption und Drogenkriminalität. Deshalb haben 2012 fünf Studenten aus Bogotá eine Organisation gegründet, die helfen soll, ihr Land an der Basis, nämlich bei den Menschen, wieder aufzubauen. Sie möchten erreichen, dass die Bevölkerung sich auf dem Land und in den armen Vororten von Bogotá organisiert, sie wieder lernt, sich untereinander zu vertrauen und zu kooperieren, und sie sich geschlossen für eine Verbesserung in ihren Gemeinden einsetzt.  Außerdem möchten sie den Jugendlichen, einer verlorenen Generation, die nur den Bürgerkrieg kennt, eine ganz konkrete Zukunftsperspektive geben. 
 
Dazu bedienen sie sich der Macht der bewegten Bilder: Innerhalb von vier Wochen lernen Kinder von 8 – 18 Jahren wie ein Kurzfilm produziert wird, der das zurzeit dringendste Problem in dem jeweiligen Ort auf künstlerische Weise thematisiert. Nach Produktionsende wird dieser Film bei einem Ereignis, das sie Cine Comunidad nennen (kommunales Kino), öffentlich einem breiten Publikum aus der Gemeinde gezeigt.
Was passiert dann? Den Menschen wird ein Spiegel vorgehalten. Sie sehen ihre Probleme aus Sicht der Kinder, erzählt auf eine naive und schonungslos ehrliche aber gleichzeitig zärtliche Weise, die direkt ins Herz geht. Im Anschluss weinen die Menschen miteinander, sie diskutieren untereinander und sie beginnen zu handeln.
 
Die Ngo Populus Proyectos Comunitarios hat schon 14 solcher Kurzfilme mit Kindern produziert und öffentlich gezeigt. Es lässt sich nicht vorhersagen, was diese in den jeweiligen Gemeinden bewirken, mal bleibt es bei einer Diskussion, mal wird eine Bürgerbewegung daraus, die den Bau eines Highways und die damit verbundene Landenteignung und Umwelttragödie verhindert. All dies ist bisher schon vorgekommen. Die Kinder und Jugendlichen haben dabei gemerkt, wie hoch ihr Einfluss durch die Beherrschung der bewegten Bilder bei den Erwachsenen ist, und sie haben fast Alle ihr Wissen ausgebaut und weiter angewendet, zum Beispiel als Jungjournalisten. POPULUS  unterstützt sie dabei im Zuge ihrer Projektnachbereitung. 
 
POPULUS arbeitet mit lokalen Gruppen zusammen. Sie versuchen auf schon gewachsenen zivilen Strukturen, wie Assoziationen, aufzubauen, falls diese vorhanden sind. Sie selber arbeiten ehrenamtlich, doch insofern Geld vorhanden ist, versuchen sie die lokalen Partner zu entlohnen. Das Projekt „Cine Comunidad“ wurde an uns von Andrés Bodensiek, einem Mitbegründer von POPULUS, herangetragen.  Er selbst studiert zurzeit an der Universität Bonn. 
Wir von Weltweit e.V. denken, dass dies eine der schönsten Methoden ist, die Demokratie im zerrütteten Kolumbien von ganz unten wieder aufzubauen: indem die Macht der Bilder in die Hände der Schwächsten gelegt wird.  Wir bitten Euch, uns bei der Unterstützung dieses Vorhabens zu helfen! 

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