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Unterstütze RESQSHIP bei der Rettung von Flüchtenden im Mittelmeer

Ein Projekt von RESQSHIP e.V.
in Valletta, Malta

RESQSHIP startet Einsätze im zentralen Mittelmeer

S. Seyfert
S. Seyfert schrieb am 15.06.2021

Liebe Unterstützer:innen,

mit neuem Schiff und einer sechs-köpfigen Crew ist RESQSHIP zu seinem ersten humanitären Einsatz in diesem Jahr aufgebrochen. Der 19m lange Motorsegler, der auf den Namen Nadir getauft wurde, befindet sich auf dem Weg ins Einsatzgebiet im zentralen Mittelmeer. Ziel der Mission ist es, die Situation auf der tödlichsten Fluchtroute der Welt zu beobachten und zu dokumentieren - Wegsehen ist für uns keine Option.

Adriana Lamar Finkel, stellv. Sprecherin von RESQSHIP, nimmt zum MIssionsstart Stellung: „Die EU schottet sich immer weiter ab, das Mittelmeer wird zum blinden Fleck. Illegale Push-Backs und andere Menschenrechtsverletzungen bleiben jedoch genauso an der Tagesordnung wie hohe Todeszahlen. Seit Jahresbeginn sind bereits 813 Menschen auf der Flucht nach Europa im Mittelmeer ertrunken – so viele wie im gleichen Zeitraum seit 2017 nicht mehr. Es ist dringend notwendig, dass zivile Schiffe vor Ort sind, um die katastrophale Situation an Europas Außengrenzen zu dokumentieren und ihr entgegenzuwirken.“

Am morgigen 16.06.2021 wird der Verein RESQSHIP 4 Jahre alt. Für uns liegt darin kein Grund zum Feiern, sondern es gibt Anlass zum Bedauern, denn die Situation für flüchtende Menschen ist weiterhin katastrophal. Wir erzählen nicht unsere Geschichte, sondern für uns zählt das Schicksal der Menschen, die in ihrer Not so dringend auf Hilfe angewiesen sind. Unser neues Schiff trägt den Namen Nadir, benannt nach einem Geflüchteten, der im vergangenen Jahr auf der Flucht nach Europa seinen Sohn verlor. Statt Unterstützung erfuhr er von den griechischen Behörden absurde Repressionen und sieht sich mit einer Anklage wegen Kindeswohlverletzung konfrontiert. Ihm drohen bis zu 10 Jahre Haft.

„Der Fall von Nadir zeigt, welche perfiden Methoden genutzt werden, um Menschen auf der Flucht zu kriminalisieren. Wir sagen klar: Flucht ist kein Verbrechen!“, meint Lukas Kaldenhoff, Sprecher von RESQSHIP, und ergänzt: „Mit der Benennung unseres Schiffes nach Nadir wollen wir ein Zeichen setzen und auf das Schicksal derer, die nach ihrer Ankunft in Europa systematisch schikaniert und gedemütigt werden, aufmerksam machen. Wir stehen solidarisch mit ihnen.“
 
Nach dem Motto „Hilf uns zu helfen“ sind wir auf deine Spende angewiesen. Ein Menschenleben ist unbezahlbar - unsere humanitäre Arbeit leider nicht.

Mit besten Grüßen

Euer Team von RESQSHIP

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