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Zukunft für Mädchen in Bolivien

Cochabamba und Vallegrande, Bolivien

Zukunft für Mädchen in Bolivien

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In Cochabamba und Vallegrande, Bolivien, geben wir in zwei Kinderdörfern Mädchen ein neues Zuhause und eine Ausbildung.

H. Schmidt-Teige von Bergkloster Stiftung SMMPNachricht schreiben

In Cochabamba und Vallegrande, Bolivien, geben wir in zwei Kinderdörfern Mädchen ein neues Zuhause und eine Ausbildung.

Im Kinderdorf Cuatro Esquinas mit zehn Wohnhäusern im Ortsteil Collpapampa, etwa 10 km vom Zentrum Cochabambas entfernt, leben 120 Mädchen im Alter von 4 bis 18 Jahren. Sie sind Waisen, Halbwaisen oder kommen aus sehr zerrütteten Elternhäusern. Viele haben Gewalt und sexuellen Missbrauch erlebt.

Jeweils 12 Kinder bilden eine Familiengruppe. Die jeweils älteste Bewohnerin (mindestens 16 Jahre alt) ist verantwortlich für das Haus. Eine Sozialarbeiterin, eine Psychologin und eine Pädagogin bieten neben den fünf Ordensschwestern den Kindern regelmäßige Gespräche an und fördern besonders lernschwache Mädchen.

Pädagogisches Anliegen ist es, die Kinder auf Grundlage christlicher Werte zu einem eigenständigen Leben hin zu führen. Viele Kinder haben große Defizite im Sozialverhalten, einige sind aufgrund schlimmer Erlebnisse in der frühen Kindheit traumatisiert, bei anderen liegt eine erhebliche Entwicklungsstörung vor.

Die Mädchen besuchen die nahe gelegene Schule der Don Bosco Brüder und erhalten im Kinderdorf ergänzend eine praktische Ausbildung im Schneidern, Nähen, Stricken und Kochen. Die so erlernten handwerklichen Grundkenntnisse sollen zu ihrer späteren Unabhängigkeit beitragen.

In den Kinderheimen Santa Susanna und Aniceto Solares in Vallegrande leben rund 130 Mädchen. Darunter sind auch vier behinderte Jugendliche, für die es sonst keine Perspektive gäbe.

Sorge bereitet uns der zunehmende Grad von Verhaltens­auffälligkeiten bei den Kindern. Man spürt schon, dass die zum Teil schlimmen Leben­serfahrungen (z.B. Gewalt in der Familie, einfach ausgesetzt werden) ihre Spuren hinterlassen haben. Daher ist die psychologische Begleitung durch Fachpersonal wie Psychologen und Sozialarbeiter deutlich verstärkt worden. Viele der Mädchen haben zuhause nie Wärme und Beziehung erlebt.

In Vallegrande leben die Kinder und Jugendlichen in Wohngruppen und werden dabei von einer Hausmutter begleitet. 

Wenn die jungen Frauen im Alter von 18 Jahren das Kinderheim verlassen müssen, werden sie mit einem kleinen Stipendium in Höhe von 40 Euro monatlich während eines Studiums oder einer Berufsausbildung unterstützt. Aber es geht nicht nur um die finanzielle Unterstützung auf ihrem Weg in die Selbständigkeit. Die Schwestern helfen bei der Suche nach einem Zimmer und treffen sich in sogenannten Regionalgruppen einmal pro Monat mit den jungen Frauen. Hier werden Fragen, Probleme aber auch Erfolge ausgetauscht.

Das Gehalt einer Betreuerin beträgt rund 700 Euro im Monat.
Lernmaterial und Essen für ein Mädchen kostet rund 15 Euro im Monat.