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Kabul Parkour Boys - Make Saltos Not War

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Afghanistan ist mehr als Taliban und Terror! Eine Gruppe von Jugendlichen trotzt der Schwerkraft und schlägt Saltos über den Ruinen der Stadt: Die Kabul Parkour Boys!

Gernot W. von Cultivating Peace e.V.Nachricht schreiben

In den Ruinen des Kabuler Parlamentspalastes hat das Team von Cultivating Peace e.V. eine Gruppe von Jugendlichen getroffen, die mit Herzblut und Begeisterung nicht nur der Schwerkraft, sondern auch der Perspektivlosigkeit der jungen Generation trotzen – die Kabul Parkour Boys!
Mit atemberaubender Akrobatik zeigen sie der Welt, dass Afghanistan weit mehr zu bieten hat als Taliban, Terror und Drogenhandel.
Ihr Motto lautet: „Make Saltos Not War!“ 

Bisher hat die Gruppe noch keinen Sponsor. Deshalb ist es ein wichtiges Ziel, Spenden zu sammeln, um Equipment zu kaufen und bald unabhängig von widrigen Wetterverhältnissen in einer Sporthalle trainieren zu können. Dann können in Zukunft auch Parkour Girls mitmachen.
Den Auftakt der Spendenreihe machte bereits im Frühjahr 2017 ein Benefiz-Dinner in Berlin.

Seit sechs Jahren trainieren die Gruppe der Jungs in unterschiedlichen Ecken der Hauptstadt. Am liebsten treffen sie sich aber in den Ruinen des Darul Aman Palastes. Der Name des Palastes bedeutet so viel wie ‚Wohnsitz der Hoffnung’ – das Motto der Parkour Boys. Mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit wirbeln die Jungs in ihren bunten Sweatshirts durch die verlassenen Gebäude, springen die bröckelnden Wände hoch und schlagen Saltos – ein Kontrastprogramm zu wirtschaftlicher Stagnation, Hoffnungslosigkeit und Tristesse des Krieges.

Aufwachsen in Perspektivlosigkeit
Afghanistan hat mit den klassischen Problemen – gemessen an westlichen Standards – der weltweit am wenigsten entwickelten Länder zu kämpfen: eine chronisch schwache Wirtschaft, ein schnelles Bevölkerungswachstum und ein mangelhaftes Sozialsystem. Für viele junge Afghanen sieht die Zukunft alles andere als rosig aus. Zwei Drittel der Bevölkerung sind unter 25 Jahren alt, fast acht von zehn Jugendlichen nennen Arbeitslosigkeit als eine ihrer größten Sorgen. Dass diese Perspektivlosigkeit dramatische Folgen haben kann, zeigt ein Bericht der afghanischen Regierung und der UN: Nirgendwo auf der Welt blühen so viele Mohnfelder, nirgendwo sind so viele junge Menschen von den national produzierten Drogen abhängig.

Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht
Trotzdem wollen sie der Welt zeigen, dass es hier in Kabul auch etwas anderes gibt als Terror, Krieg und Drogenhandel. Mit ihrer Akrobatik wollen die Boys sich und die Welt bewegen. Jamil: „Jeden Tag trainieren wir hart in diesem gefährlichen Umfeld. Wir wollen jungen Afghanen die Möglichkeit bieten Sport zu machen, ohne zu fürchten Opfer von Anschlägen zu werden. Parkour ist unser Leben. Wir wollen die Jugend hier inspirieren, ihre eigene Zukunft in die Hand zu nehmen.“

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