Blockiert Präventionsmedizin

Ein Hilfsprojekt von „Eine Welt Haus e.V.“ (C. Theisinger) in San Marcos, Nicaragua

C. Theisinger (verantwortlich)

C. Theisinger
Gemeinsam mit unserem Partnerverein APRODIM und dem nikaraguanischen Gesundheitsministerium betreiben wir seit einem Jahr ein Projekt mit dem Schwerpunkt Präventionsmedizin. Hier sehen wir einen wichtigen Ansatzpunkt, da es in Nikaragua bisher kaum Programme zur Krankheitsvermeidung gibt. Häufig könnten mit einigen vorbeugenden Maßnahmen schwere Krankheitsverläufe vermieden werden. Aber da in Nikaragua sowohl die finanziellen als auch die personellen Ressourcen leider sehr begrenzt sind, wird bisher trotzdem zu wenig Präventionsarbeit geleistet. Mit unserem Projekt wollen wir diesem Missstand begegnen, indem wir die Menschen in ihrer gewohnten Umgebung betreuen und auf ihre individuellen Bedürfnisse eingehen.
Dieses Projekt findet in der sehr hilfsbedürftigen Trockenzone in der Nähe unserer Partnerstadt San Marcos statt. Im Projekt sind zwei auf dem Gebiet der Vorsorge und Aufklärung erfahrene nikaraguanische Krankenschwestern als "Ausbilder und Aufklärer" fest angestellt. In der Vorbereitungsphase wurden alle Ortschaften hinsichtlich ihres Hygieneverhaltens und ihrer speziellen Gesundheitsprobleme evaluiert, so dass die Aufklärungsschwerpunkte für jede Gemeinde individuell festgelegt werden konnten. In allen Gemeinden werden seitdem Aufklärungsveranstaltungen zu Themen wie Hygiene, sexuell übertragbare Krankheiten, Übertragungswege von Tropenkrankheiten usw. durchgeführt. Die Menschen werden dabei auch direkt in ihren Häusern besucht, um die Bevölkerung vor Ort auf Probleme aufmerksam zu machen und sie so noch stärker für diese zu sensibilisieren.
Ein wichtiger Grundpfeiler des Projekts ist die Ausbildung von Multiplikatorengruppen in den einzelnen Dörfern. Diese Gruppen geben inzwischen ihr erworbenes Wissen in eigenen Veranstaltungen und Aktionen an ihre Nachbarn und Freunde weitergeben. Die Wirkung der Multiplikatoren, deren errungene Erfolge oder erlittene Misserfolge in der Arbeit werden durch unseren Partnerverein APRODIM regelmäßig kontrolliert.
Unser Projekt ist vorerst auf zwei Jahre angelegt und hat einen Kostenumfang von ca. 9000US$ pro Jahr, welche wir mit Spenden abdecken müssen. Dabei befinden wir uns jedoch in der vorteilhaften Situation, dass die neue sandinistische Regierung in Nikaragua die kostenlose Gesundheitsversorgung der Bevölkerung wie auch ein kostenfreies Bildungssystem zu Prioritäten ihrer Politik erklärt hat. So trägt das nikaraguanische Gesundheitsministerium 50% der Kosten des vorliegenden Projektes, hauptsächlich die Transport- und Sachkosten.
Deshalb bitten wir Sie um Ihre finanzielle Unterstützung. Wir hoffen, mit Ihrer Hilfe unser bisher sehr erfolgreiches Projekt fortführen zu können!

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Ort: San Marcos, Nicaragua

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