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Somalia: Basisgesundheitsversorgung in Bosaso

Bosaso, Somalia

Somalia: Basisgesundheitsversorgung in Bosaso

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2011 sind bereits 250.000 Menschen in Somalia einer Hungernot zum Opfer gefallen, 2017 sind 6.2 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Ärzte der Welt hilft in Bosaso mit basismedizinischer Gesundheitsversorgung und Ernährungsprogrammen.

L. Ehlermann von Ärzte der Welt e. V.Nachricht schreiben

Nach der schlimmen Dürre im Jahr 2011, die 250.000 Menschen das Leben gekostet hat, ist Somalia jetzt erneut von einer extremen Hungerkrise betroffen. Gründe dafür sind die anhaltende Dürre als Folge des Klimawandels, Bürgerkriege und zahlreiche politische Konflikte. Millionen Menschen haben nichts zu essen und leiden an Mangelernährung. Durch die Trockenheit herrscht Wassermangel, seit Juni 2015 sind die Wasserpreise um 300% gestiegen. Die Dürre verschärft den Kampf um Ressourcen und erhöht die Wahrscheinlichkeit lokaler Spannungen nochmal zusätzlich.
 
Ärzte der Welt ist seit 2011 in der Hafenstadt Bosaso aktiv, wo Jahr für Jahr zahlreiche Binnenflüchtlinge aus noch stärker betroffenen Landesteilen Zuflucht suchen. Bereits 2011 wurden hier deutliche humanitäre Versorgungslücken sowie ein ein großer Bedarf an Gesundheitsdienstleistungen ermittelt. Mittlerweile ist die Zahl der Flüchtlingscamps in Bosaso Town auf 38 angestiegen, schätzungsweise 60.000 Menschen halten sich in den Camps auf.
 
 Ein Ernährungsscreening im November und Dezember 2016 in Somalia hat ergeben, dass ca. 363.000 Kinder unter fünf Jahren akut mangelernährt sind, davon 71.000 so stark, dass Lebensgefahr besteht. Die geschätzten Zahlen liegen sogar noch deutlich darüber, da davon auszugehen ist, dass insgesamt 1 Million Kinder in Somalia von Unterernährung betroffen sind, 185.000 davon lebensgefährlich.

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