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Nach 3 Jahren bei uns: Elend und Not als Flüchtling in Ungarn und Italien

Büchenbeuren, Deutschland

Nach 3 Jahren bei uns: Elend und Not als Flüchtling in Ungarn und Italien

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Flüchtlinge, die bei uns schon Jahre auf einen Aufenthaltstitel gehofft haben und sich bei uns integriert haben, müssen nun wieder zurück nach Italien oder Ungarn, wo sie keine Unterstützung bekommen. Hilfe ist möglich durch unser Engagement!

O. Senst von Café Intern@tional Büchenbeuren (Ev.Kirchengem)Nachricht schreiben

Ungewöhnliche Probleme von Geflüchteten erfordern ungewöhnliche Lösungen. 
Seit teilweise 3 Jahren sind bei uns im Rhein-Hunsrück-Kreis verschiedene junge Geflüchtete, die auf ihrer Flucht nach Deutschland in Italien oder Ungarn gezwungen wurden einen Asylantrag zu stellen. Sie bekamen dort einen Aufenthaltstitel, aber waren in diesen Ländern ohne ein Hilfe lebten auf der Straße  und waren rassistischen Unterdrückungen ausgesetzt.Also flüchteten sie weiter nach Deutschland. 
Sie hatten die Hoffnung, dass ihr erneuter Asylantrag positiv beschieden würde. Als sogenannte „Drittstaatenflüchtlinge“ bekamen sie verringerte Leistungen und mussten von 151 Euro im Monat leben. Ohne Zugang zu den geförderten Sprachkursen,lernten so gut sie konnten Deutsch in ehrenamtlichen Kursen. Wir kämpften vergeblich um eine Arbeitserlaubnis, die so wichtig für Motivation und Menschenwürde ist. Nun wurden in der letzten Zeit mehrere dieser Asylanträge abgelehnt. Nur eine Klage vor Gericht kann letztlich klären ob die jungen Männer aus Somalia oder Syrien doch bei uns bleiben dürften. Während die Klage läuft, drohte ihnen die Abschiebung, was wir durch eine „freiwillige“ Ausreise verhindert haben. Nur so dürften sie, falls sie einen EU-Flüchtlingspass haben, zumindest zu Besuch wieder einreisen.  WENN DIE KLAGEN ERFOLGREICH SIND; BEKOMMEN WIR DAS GELD DAFÜR ZURÜCK UND NEHMEN ES FÜR EINEN GEPLANTEN RECHTSHILFEFOND FÜR NEUE FÄLLE; DEN WIR DRINGEND BRAUCHEN!
  •  Ein Ausbildungsplatz wurde nun in letzter Minute von der Ausländerbehörde genehmigt, so dass es die Möglichkeit gibt, im Falle der Ablehnung der Klage, eine Duldung für die Zeit der Ausbildung und 2 Jahre danach zu bekommen. Der junge Mann darf also hier bleiben und muss „nur“ seine Klage finanzieren um eine Chance auf eine regulären Aufenthaltstitel zu bekommen.
  • Ein junger Mann musste innerhalb weniger Stunden nach Ungarn ausreisen.Trotz hoher beruflicher Qualifikation ist er obdachlos und wird in nächster Zeit seine selbst zu finanzierende Gerichtsverhandlung gegen den Beschluss in Deutschland haben. Wir haben seine Ausreise bezahlt und ihn „über Wasser gehalten“. Oft wurde in der Vergangenheit entschieden, dass es menschenrechtliche Bedenken gegen die Abschiebung nach Ungarn gibt, wir hoffen, auch in diesem Fall. So dass er wieder sich hier seiner Beruflichen Weiterqualifizierung widmen und hier eine Existenz aufbauen kann. 
  • Ein dritter junger Mann musste nun letzte Woche „freiwillig“ nach Italien ausreisen.Lisa, eine junge Helferin, ist mitgefahren: Er muss bei der  Behörde ( Sizilien) langwierig und teuer versuchen, einen neuen Aufenthaltstitel zu bekommen um dann bei der deutschen Botschaft in Rom ein Arbeitsvisum für die Aufnahme der Ausbildung beantragt werden.Alles kostet viel Zeit und Geld. Schon jetzt hat Lisa 2300 km verfahren, die Fähre bezahlt und billige Unterkünfte organisiert. Es wird noch eine Weile dauern, bis wir da eine Erfolg melden können, denn auch die laufenden Klagen dauern monatelang. 

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