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Begegnungsreise für globales kritisches Fernsehen

Bamenda, Kamerun

Begegnungsreise für globales kritisches Fernsehen

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Oft fehlt im vermeintlich objektiven Lernen hierzulande der Blick auf vielfältige Perspektiven unserer Gesellschaft. Durch Draufsicht Global erweitert Draufsicht deshalb seine Arbeit um die Perspektive und Denkstrukturen anderer Länder.

Patricia S. von Solidaritätsdienst International e.V. (SODI)Nachricht schreiben

„Ein Maiskolben ist gelb.“ Das würde vermutlich die Mehrheit hierzulande sagen. Tatsächlich ist die Farbenvielfalt aber groß. Dieses Beispiel veranschaulicht das Problem des angeblich objektiven Lernens. „Leider gehen in Deutschland, insbesondere im Globalen Lernen, viele Wissensschätze aus dem Globalen Süden, von Menschen of Color usw. verloren“, stellt Daniel Weyand vom kritischen Fernsehen Draufsicht fest. Deshalb soll eine globale Zusammenarbeit mit jungen ehrenamtlichen Fernsehteams weltweit die Perspektive bezüglich globaler Zusammenhänge differenzieren und den Wissenstransfer stärken.

Helft mit, die Begegnungsreise der ehrenamtlichen Teams aus Berlin und Bamenda (Kamerun) zu ermöglichen!

Draufsicht erklärt seit sechs Staffeln erfolgreich globale Zusammenhänge. Die Videos zeigen  marginalisierte Stimmen, die sonst im Diskurs verloren gehen. So ist das engagierte Team über die Jahre durch verschiedenste Perspektiven bereichert worden. Aber um über den Rand der Denkstrukturen innerhalb Deutschlands zu blicken und die Wahrnehmungen in anderen Länder zu vermitteln, soll ein direkter Austausch mit Menschen außerhalb Deutschlands und insbesondere im Globalen Süden stattfinden.
Dzebam Godlove hat 2016 ein Jahr als Freiwilliger den Bildungsbereich bei SODI tatkräftig unterstützt. „Die verschiedenen Bildungssysteme in Deutschland interessierten mich sehr, aber auch bei Draufsicht konnte ich meine Ansichten gut in die Videos einbringen und hatte auf unseren Treffen viel Spaß an den Diskussionen“, erzählte der Lehrer aus Kamerun. So entstand ein Video unter Godloves Regie, welches Stereotype kritisch beleuchtet. Auch zurück in Bamenda hinterfragt er die Verhältnisse, gründet ein Team und plant nun gemeinsam mit den Berliner*innen eine Begegnungsreise im März, aus der Draufsicht Global entstehen soll. „Einerseits möchten wir so unsere eigenen blinden Flecke in Bezug auf unsere Rolle (bzw. die der „Anderen“) in einer globalisierten Welt reduzieren, andererseits wollen wir unsere Zuschauer*innen in Deutschland zukünftig besser über soziale, politische und gesellschaftliche Realitäten in Kamerun informieren. Ähnliche Ansprüche hat die Gruppe in Bamenda hinsichtlich ihrer Arbeit“, erklärt Daniel. Gemeinsame Videoveröffentlichung in beiden Ländern und eine enge Beziehung der Gruppen verstärken den Wissenstransfer zwischen Süden und Norden.
Mit dem Besuch in Bamenda wollen die jungen Teams ihr internationales Projekt besprechen. Geschlechtergerechtigkeit, Ernährungssicherheit, politische Partizipation und kulturelle Tabus sind bereits jetzt gemeinsame Interessen. Aber auch der Austausch über Kameraführung, Schnitt und Sound stehen auf der Liste des frisch gegründeten kamerunischen Teams.