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Regenwald schützen: Einführung bäuerlicher Familienimkerei im Kongo fördern

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Regenwaldschutz und Verbesserung der Lebensbedingungen der Regenwaldvölker am Tshuapa -Fluss im Kongo durch die Einführung bäuerlicher Honigwirtschaft. Das traditionelle Baumfällen zur Honiggewinnung soll durch kleinbäuerliche Imkerei abgelöst werden

W. Leinen von konga - Freundeskreis Tshuapa e.V.Nachricht schreiben

Gemessen am Artenreichtum ist der Regenwald am Tshuapafluss im Kongo ein Paradies. Für seine Bewohner, die Waldvölker, ist er aber nicht selten eine schwierige Lebenswelt, die ihnen nicht nur wegen der Abgeschiedenheit alles abverlangt, um den Familien ein Auskommen zu sichern. Durch die lange Kriegszeit um die Jahrtausendwende und die damit einhergehende Wilderei in grossem Stil durch bewaffnete Gruppen ist das Wild rar geworden. Die traditionelle Jagd ist fast zum Erliegen gekommen. Ersetzt wurde sie durch die kleinbäuerliche Viehhaltung  von Schweinen, Ziegen Hühnern. Diese Selbstversorgung, die auch der Bezahlung von Kleidung, Schul- und Krankheitskosten dient (eine Versicherung gibt es nicht, wohl aber eine Schulpflicht...), ist regelmässig bedroht durch Epidemien, die ganze Bestände in der Region vernichten. Die proteinreichen Raupen gibt es nur periodisch, drei Monate pro Jahr. Die Folge sind Mangelversorgung, vor allem der Kinder, die durch andere landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Mais und Soja nur wenig gemildert wird, und ernährungsbedingte Krankheiten. Der Zugang zu den Märkten ist mangels Infrastruktur sehr aufwendig - so werden z.Bsp. die grossen Maissäcke auf dem Fahrrad bis zu 250 km zu den Abnehmern in der Provinzhauptstadt geschoben. Auch das nicht selten auf Kosten der Gesundheit. Mangels Käufer und angesichts schlechter Verkaufspreise wird aus Mais und Maniok der lokale Alkohol "Lotoko" gebraut, der bei traditionellen Anlässen seinen festen Platz hat und so hilft, die Ausgaben der Familien zu finanzieren. Natürlich nicht ohne Nebenwirkungen für andere...  Ein Lichtblick ist der wilde Honig: Zucker kostet auf den lokalen Märkten ein Vermögen und der Honig ist auch bei den ambulanten Händlern aus den Städten sehr begehrt. Leider ist die traditionelle Honigwirtschaft nicht nachhaltig: um an den Honig zu kommen, werden die Bäume, die die Bienenvölker beherbergen umgehauen und dann ausgenommen. Geschieht dies unter Missachtung der Dorfgrenzen, kommt es zudem zu Streit und Konflikten. FADECOM, gegründet als Selbsthilfeorganisation von Waldbauernfamilien in der Chefferie Nokle, möchte dies ändern und eine nachhaltige bäuerliche Honigwirtschaft einführen. Unterstützt werden die Mitglieder von erfahrenen Ressource - Personen in landwirtschaftlicher Entwicklung, wie zum Beispiel der Theresienschwester Christine, die seit Jahrzehnten Land- und Fischwirtschaft in der Regenwalddiözese Bokungu - Ikela betreibt. Austausch und Besuche in erfolgreichen Imkereiprogrammen in Mbandaka und bei Songa Nzila, Frauenselbsthilfe und Konga - Partner im Bas - Congo, legen den Grundstein für das Imkereiprojekt, an dem in der ersten Phase 50 Familien teilnehmen. Ein erfahrener Imker aus Mbandaka konnte für die Schulung der Neu - Imker im Tshuapa - Regenwald gewonnen werden. Da die Kosten für die Einführung der Imkerei und die ersten Bienenkästen die Mittel der Bauernselbsthilfeorganisation übersteigen, haben sie sich an den Konga - Freundeskreis Tshuapa e.V. gewandt mit der Bitte um Unterstützung. 

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