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Null Toleranz: sexuelle Gewalt und Kinderprostitution eindämmen!

Bafoussam, Kamerun

Null Toleranz: sexuelle Gewalt und Kinderprostitution eindämmen!

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Das Projekt hilft Kindern, die sexuelle Gewalt und sexistische Diskriminierung erlebt haben bei der Bewältigung ihrer Erlebnisse und geht mit konkreten Maßnahmen präventiv gegen Missbrauch und Prostitution von Kindern vor.

A. Böning von Kinderrechte Afrika e.V.Nachricht schreiben

In Kamerun gehören sexuelle Belästigung und Gewalt für viele Kinder, insbesondere für Mädchen, zum Alltag. Neben den häufigen Übergriffen in Schulen, stellt das Hotel- und Gaststättengewerbe eine besondere Gefahr dar, da es eng mit der Sexindustrie verknüpft ist. Kinder, oft unter 15 Jahren, die auf der Suche nach Arbeit oder besseren Bildungschancen aus ländlichen Regionen in die Städte kommen, landen dort schnell auf der Straße und sehen sich gezwungen, zum Überleben ihren Körper zu verkaufen. Nicht selten werden Kinder auch von Vermittlern und Zuhältern ihren Eltern in den Dörfern „abgekauft“ oder entführt und daraufhin zwangsprostituiert
Minderjährige Prostituierte werden nicht ausreichend versorgt und haben selten Zugang zu Schulbildung. Zudem erleiden sie durch ihre „Arbeit“ schwere körperliche und psychische Langzeitschäden. Nicht wenige werden schon früh alkohol- und drogenabhängig. Die Betreiber von Hotels und Gaststätten tolerieren dies, da auch sie indirekt von dem Prostitutionsgewerbe profitieren.
Mit unserem kamerunischen Partner CIPCRE gehen wir seit einigen Jahren gegen sexuelle Gewalt und Ausbeutung vor. Mädchen, die bereits sexuelle Gewalt erlebt haben, werden vom Projekt medizinisch versorgt, psychologisch und psychosozial begleitet, rechtlich beraten und in ein schützendes familiäres Umfeld sowie in eine schulische oder berufliche Ausbildung wieder eingegliedert und nachbetreut.
Bisher konnten wir insbesondere im schulischen Milieu gute Erfolge in der Eindämmung des Phänomens erringen und sowohl staatliche Behörden als auch zivilgesellschaftlichen Akteuren für eine konstruktive Zusammenarbeit gewinnen. Eine solche Kooperation ist nun auch mit Einrichtungen des Hotel- und Gaststättengewerbes notwendig, um die Prostitution von Kindern wirksam und nachhaltig einzudämmen.
Zu diesem Zweck sollen Betreibende von Hotels und Gaststätten mit Unterstützung von CIPCRE eine Charta gegen sexuelle Gewalt in ihren Einrichtungen erarbeiten und einführen. Ziel ist es, die Betreibenden der Einrichtungen (Hotels, Motels, Pensionen, Bars, Diskotheken, etc.) dazu zu bewegen, eine aktivere Rolle im Kinderschutz zu übernehmen, wobei sie einen eigenen Verhaltenskodex entwickeln und in ihren Lokalitäten umsetzen. Beobachtungsausschüsse werden in jeder Kommune mobilisiert und dabei begleitet, die Einhaltung der Charta zu überwachen. 

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