Von der Kette befreit – ein Bärenkind braucht Hilfe

37339 Worbis, Deutschland

Von der Kette befreit – ein Bärenkind braucht Hilfe

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Das Rettungs-Team der STIFTUNG für BÄREN hat es geschafft. Es wurde ein dritter Bärenwelpe aus Albanien in die Notstation für Bärenwelpen, im Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald, überführt. Aktuell verfolgen auf: www.baer.de

Sabine I. von STIFTUNG für BÄRENNachricht schreiben

Erneut reiste das Rettungs-Team der STIFTUNG für BÄREN nach Albanien. Es wurde ein dritter Bärenwelpe aus Albanien in die Notstation für Bärenwelpen, im Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald, überführt. Heute ist er in seinem neuen zu Hause angekommen.

Der Bärenwelpe wurde in Albanien als Restaurant-Bärchen gehalten. Touristen bezahlten für ein Foto mit dem putzigen Kerlchen. Er musste viel Stress erleiden. Tagsüber war er auf der zugigen Terrasse des Restaurants angekettet allen Wettern ausgesetzt. Nachts schlief er in einer maroden Gitterbox. Essensreste des Restaurants waren sein einziges Futter. 

Einsam, ohne Spielgefährten und Elterntier

Stundenlang besaugte der kleine Bär seine Tatzen, um dem unbefriedigten Saugreflex gerecht zu werden und die Einsamkeit zu überbrücken. "Diese Schäden können bis ins hohe Alter der Bären mitgenommen werden und sogar zur Deformierung der Vordertatzen führen", so Rüdiger Schmiedel Geschäftsführer der STIFTUNG für BÄREN. 
 
Du kannst etwas tun: Sprich mit Familie und Freunden darüber

Ein Tier hat keinen Spaß an Fotos, mag kein grelles Licht. Es möchte weder tanzen, noch Fahrrad fahren. Es wurde garantiert in frühstem Alter seiner Mutter entrissen. Wenn du im Urlaubort Szenen beobachtest, in denen ein Tier gegen Geld Kunststücke oder Fotos machen muss, sprich das Thema im Hotel an. Dieses sollte merken, dass die Gäste die Tierquälerei vor Ort nicht akzeptieren. So wird dieser Missbrauch am effektivsten unterbunden. 

Besitzer zur Rechenschaft ziehen und illegale Haltungen langfristig beenden

Die STIFTUNG für BÄREN wird das kleine Tier bei sich aufnehmen. So konnten die Behörden handeln und die illegale Haltung sofort beenden. In Albanien gibt es keine tiergerechte Möglichkeit, den Bären unterzubringen. Zurück in die freie Wildbahn kann er nicht, ohne Mutter. Rüdiger Schmiedel und sein Team arbeiten "intensiv mit internationalen Partnern zusammen, um langfristige Lösungen und ein Umdenken in der Bevölkerung zu erreichen. Ohne solche Beschlagnahmungen wird sich an der traurigen Situation vieler albanischer Bären nichts ändern." 

In der Natur würde der Welpe noch von seiner Mutter gesäugt

Im Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald werden wir ihn deshalb aufpäppeln, möglichst ohne menschliche Nähe. Mit etwas Glück nimmt sich im Frühjahr eine der Bärinnen des Kleinen an. Dort warten außerdem schon die beiden im Oktober geretteten Selfie-Bären ARTHOS und ARIAN auf den Spielgefährten.

Die frühen Misshandlungen können wir nicht ungeschehen machen

Der Welpe ist noch nicht einmal ein Jahr alt und schon für den Rest ihres Lebens von menschlicher Rohheit gezeichnet. Ein Leben in Freiheit ist für ihn nicht mehr möglich.

Helft uns dabei, dem kleinen Bären ein friedliches und bärengerechtes Leben zu ermöglichen. Bitte, es ist dringend. Wir sind auf jede Unterstützung angewiesen!

Eure STIFTUNG für BÄREN