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Beendet Unterstützung traumatisierter Seeleute durch Flüchtlinge im Mittelmeer

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Die Deutsche Seemannsmission hilft nach Begegnung mit Flüchtlingen traumatisierten Seeleuten im Mittelmeer. Sie erleben dort Schreckliches und bekommen keinerlei psychologische Unterstützung.

M. Schildhauer von Deutsche Seemannsmission e.V.Nachricht schreiben

Gerne möchte ich Ihnen von einer Begegnung im Hafen von Alexandria/Ägypten erzählen, meinem Arbeitsplatz der Deutschen Seemannsmission. (www.seemannsmission.org)
An Bord eines der vielen Containerschiffe, die ich besuche, kam ich mit Igme Datu, einem 39 Jahre alten philippinischen Seemann, ins Gespräch. Er ist mittlerweile sieben Monate an Bord des großen Frachters. „Mein einziger Wunsch ist es, so schnell wie möglich nach Hause zu kommen“, erklärt er mir in gebrochenem Englisch. Er sehnt sich sehr nach seiner Frau, seinen beiden Kindern. Er hat sie schon so lange nicht mehr gesehen.
Doch bald stellt sich heraus, dass ihn noch mehr bedrückt: Igme hatte Schreckliches erlebt. Sein Schiff wurde im Mittelmeer zur Sicherung eines Flüchtlingsbootes zu Hilfe gerufen. Das heillos überfüllte kleine Boot trieb führungslos im Wasser.
Als sie in die Nähe des Flüchtlingsbootes kamen, versuchte die Mannschaft des Containerschiffes durch Rufen und Winken die Flüchtlinge zum Sitzenbleiben zu bewegen. Doch es half nichts! Ihre Rettung vor Augen drängten sich die Menschen auf dem kleinen Boot alle auf eine Seite. Das Flüchtlingsboot kenterte. Viele Menschen fielen ins Wasser, schrien um Hilfe. „Wie sollten, wie konnten wir helfen?“ stammelt Igme leise. Containerschiffe haben Schwimmwesten für die Besatzung und noch ein paar Rettungsringe; aber keine geeignete Ausrüstung, um viele Menschen zu retten.
Igme Datu musste mit seinen Kollegen hilflos mit ansehen, wie ein Großteil der Flüchtlinge ertrank. Nur einige wenige konnten sie retten und später einem offiziellen Rettungsboot übergeben. Die Erinnerung drückt dem erfahrenen Seemann Tränen in die Augen. Die Schreie und Szenen fressen sich in die Seele - Bilder, die Seeleute wie Igme nie mehr vergessen.
Aber wie geht ein Seemann mit solch schrecklich Erlebtem um? Runterschlucken und weiterarbeiten? An Bord gibt es keine Psychologen! Ängste und Sorgen mit den Kollegen besprechen? Nein! An Bord ist man viel zu eng aufeinander angewiesen, vermeintliche Schwächen haben dort keinen Platz.
Liebe Spenderin, lieber Spender, mit Ihrer Hilfe lassen wir Seeleuten wie Igme nicht allein. Immer wenn der Bordfunk: „Seafarer mission on bord! - Seemannsmission an Bord“ – ausruft, atmet die Mannschafft auf – ein Hoffnungsschimmer im gnadenlosen Arbeitsalltag. Meine Kolleginnen im Mittelmeer und ich erleben eine massive Zunahme von Ängsten und Sorgen der Seeleute. Bei unseren Besuchen an Bord versuchen wir dies aufzufangen – in vielen Gesprächen. Doch die Vielzahl der traumatisierten Seeleute überfordert unser kleines Team bei weitem.
Die evangelische Kirche in Deutschland unterstützt die Seemannmission, doch auch die kirchlichen Mittel für diese Aufgabe sind begrenzt und mussten immer wieder reduziert werden.
Die Seeleute brauchen dringend Zuwendung. Bitte machen Sie mit: Geben Sie Seeleuten wie Igme ein Zeichen der Menschlichkeit – Seite an Seite mit der Seemannsmission!
Danke von ganzem Herzen im Namen der Seeleute!

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