Mobiles Krankenhaus für Syrien / Rojava / Nordirak / Shengal

Mossul, Irak

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Thanks for all your great work helping those in need :)
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1 kritische Meinung

A. Auerbach Jr.
A. Auerbach Jr. kritisiert das Projekt
30. Oktober 2016 um 18:17 Uhr
Wie stellt Ihr sicher das diese LKW nicht als Truppentransporter fuer irgendwelche Kaempfer zweckentfremdet werden. Alte Autos gibts e in Syrien genug. Warum konzentriert Ihr Euch nicht lieber auf medizisches Equipment? Wer finanziert den Unterhalt und die Ersatzteile fuer Lkw die es sonst in der Region kaum gibt?
S. Jünemann
S. Jünemann hat kommentiert
18. November 2016 um 18:01 Uhr

Sehr geehrter Herr Auerbach,
gern beantworte ich Ihre Fragen im einzelnen:

Wie stellt Ihr sicher das diese LKW nicht als Truppentransporter fuer irgendwelche Kaempfer zweckentfremdet werden.

Wir sind sowohl im Nordirak in der KRG als auch in Syrien mit den dortigen zivilen Gesundheitsorganisationen verknüpft, bzw. im Nordirak auch mit dem offiziellen Gesundheitsministerium der KRG. Diese organisieren in Absprache mit uns Ort und zeitlichen Verlauf des Einsatzes des mobile Hospitals. Die Zusammenarbeit verlief die letzten zwei Jahre vertrauensvoll und kooperativ, darauf bauen wir auch für die Folgezeit.
Letztendlich ist eine Enteignung von NGO-Material durch Milizen niemals vollständig auszuschließen, aber wenn dass das Entscheidungskriterium sein sollte, in diesen Regionen keine humanitäre Hilfe mehr zu leisten, müssten wir ganze Regionen dieser Erde ohne externe Hilfe dastehen lassen.


Alte Autos gibts e in Syrien genug.
Warum konzentriert Ihr Euch nicht lieber auf medizisches Equipment?

Da ist Ihr aktueller Kenntnisstand zu Nordsyrien offensichtlich ein anderer als unserer. Funktionstüchtige Fahrzeuge sind in der Region generell schwer zu bekommen. Nach 5 Jahren kontinuierlicher Angriffe durch den IS, Embargo von seitens der Türkei und oft auch der KRG, sind Fahrzeuge, die größere Lasten und/oder verletzte und erkrankte Menschen transportieren können, Mangelware. Außerdem gehört zu einem mobile Hospital weit mehr als nur medizinisches Equipment. Zu den med. Geräten braucht es eine funktionierende autarke Stromversorgung, für die Patientenversorgung außerdem ein Frisch- und Grauwasserkonzept. Mit der Verschickung med. Equipments ist es leider nicht getan, wäre die Aufgabe so einfach zu lösen hätten wir wesentlich weniger zu tun.

Wer finanziert den Unterhalt und die Ersatzteile fuer Lkw die es sonst in der Region kaum gibt?

Zum einen gibt es Kooperationen mit lokalen Akteuren der humanitären Hilfe über die Finanzierung des laufenden Betriebs, zu denen bei einem mobilen Konzept natürlich auch die Grundlage der Mobilität, nämlich die Lastfahrzeuge gehören. Zum anderen wurde bei der Wahl der Fahrzeuge sorgsam darauf geachtet, welche Fahrzeuge a) sich als besonders langlebig erwiesen haben b) relativ einfach auch mit improvisierten Mitteln repariert werden können und c) eine Menge Ersatzteile zu günstigem Preis mit in den Einsatz genommen werden können.
Die ausgewählten Fahrzeugtypen sind seit Jahren bei Fernreisenden sehr beliebt, eben weil seit Jahren die ausgemusterten Behördenfahrzeuge aus Deutschland in alle Welt exportiert wurden, und eine Ersatzteilbeschaffung deswegen leichter als für manchen anderen Fahrzeugtyp ist. Zu guter letzt lässt sich noch sagen, dass das Konzept des mobile Hospital im großen und ganzen auf Wechselbrückenshelter basiert, so dass im Falle eines endgültigen Ausfalls eines Fahrzeugs nach Ersatz gesucht werden kann.

Sollten Sie Ihre Erkenntnis, dass Fahrzeugbeschaffung in Syrien doch nicht so schwer sei, mit Informationen unterfüttern wollen die dem Projekt zum Erfolg verhelfen, so sind wir natürlich über Kontaktaufnahme über unsere Homepage sehr dankbar. Ich hoffe Ihre Fragen sind damit erstmal hinreichend beantwortet.

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