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Unterstütze den Bleiberechtskampf von Gzim und Ramis Berisha

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Aufruf zur Unterstützung des Bleiberechtskampfes von Gzim (17) und Ramis (14) Berisha, zwei jugendlichen Roma, die in Deutschland geboren wurden und im Dezember 2015 mit ihrer Familie aus Hannover in den Kosovo abgeschoben wurden.

Anita B. von Amaro Drom e.V.Nachricht schreiben

Im Dezember 2015 wurden unsere Freunde Gzim (17) und Ramis Berisha (14) aus unserer Mitte gerissen. Um 5 Uhr morgens kam die Polizei und die beiden Jugendlichen wurden wenige Stunden später gemeinsam mit ihrer Familie in das Kosovo abgeschoben. Dies geschah, obwohl sie in Deutschland geboren wurden, hier zur Schule gingen, sich in der Jugendverbandsarbeit engagierten und Träume für ihre Zukunft in Deutschland hatten.
Inzwischen muss Gzim mit einem weiteren großen Problem kämpfen. Ende 2017 wurde bei ihm eine Krebserkrankung festgestellt. Die Erkrankung kann im Kosovo aufgrund fehlender Ressourcen nicht behandelt werden. Im Frühjahr 2018 hat Gzim für die Behandlung seiner schweren Krankheit eine Betretungserlaubnis für Deutschland bekommen. Deshalb befindet er sich seit Mai 2018 für die Krebsbehandlung wieder in Deutschland. Über anwaltlichen Beistand versuchen wir nun zu erreichen, dass Gzim sich für die Dauer der langwierigen Behandlung weiter in Deutschland aufhalten darf. 
Wie es Gzim und seiner Familie seit der Abschiebung im Dezember 2015 erging, erfahrt ihr hier:
Zunächst kam die Familie in Pristina in einem Heim unter, wo sie mit 8 Menschen auf 20 qm leben mussten. Sie standen buchstäblich vor dem Nichts. Sie hatten kein Geld, kaum Kleidung, weil sie nur wenig Gepäck aus Deutschland mitnehmen durften und keine Unterstützung für die Orientierung vor Ort. Auch nach über einem Jahr Aufenthalt fehlte es den Brüdern und ihrer Familie im Kosovo an allem, was ein menschenwürdiges Leben ausmacht. Gzim und Ramis zogen mit ihrer Familie nach Peja, einer Stadt im Westen des Kosovo. Dort hatten sie wenigstens eine eigene Wohnung. Aber eine Zukunft gibt es für sie dort nicht. Seit ihrem erzwungenen Aufenthalt im Kosovo konnten Gzim und Ramis nicht mehr die Schule besuchen. Gzim musste in Vollzeit in einem Callcenter arbeiten, um den Unterhalt für die Familie zu verdienen. Sein Gehalt reichte gerade aus um die Miete zu zahlen.
Gzim und Ramis befinden sich in einer Situation wie fast alle Rom*nja, die in das Kosovo abgeschoben wurden: Es mangelt an medizinischer Versorgung und Zugang zu Bildung. Eine Arbeit zu finden ist für Rom*nja nahezu unmöglich. Aufgrund des historisch gewachsenen Rassismus gegen Rom*nja sind diese alltäglichen Diffamierungen, Anfeindungen und tätlichen Übergriffen ausgesetzt. Sich im Kosovo als Rom*ni ein menschenwürdiges Leben aufzubauen ist nahezu unmöglich. Diese Tatsachen machen deutlich, dass das Kosovo mitnichten ein so genanntes „sicheres Herkunftsland“ ist – wie es die deutsche Bundesregierung seit 2015 behauptet.
Gzim und Ramis wollen nach wie vor alles daransetzen, wieder nach Deutschland zu kommen und hier ein Bleiberecht zu bekommen. Im Moment geht es jedoch vor allem darum Gzim mithilfe anwaltlicher Unterstützung zu ermöglichen seine Krebserkrankung abschließend behandeln zu können. Dafür brauchen sie weiterhin tatkräftige finanzielle Unterstützung – um die Kosten der Anwältin zu decken und zur Überwindung bürokratischer Hürden. Unterstützen Sie Gzim dabei gesund zu werden und weiter für seine und Ramis Zukunft zu kämpfen!

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