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Nordirak: Geflüchteten Studierenden einen Studienabschluss ermöglichen

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Im nordirakischen Kirkuk ermöglichen wir studentischen Flüchtlingen, ihr Studium abzuschließen. Helfen Sie uns helfen!

C. Schmetz von Terra Tech Förderprojekte e.V.Nachricht schreiben

Flüchtlingshilfe Nordirak: Geflüchteten Studierenden einen Studienabschluss ermöglichen

Noch nie waren so viele Menschen auf der Flucht wie heute. Laut dem UNO-Flüchtlingshilfswerk befanden sich Ende 2016 insgesamt 65,6 Millionen Menschen auf der Flucht. Dabei ist jeder 113. Mensch weltweit ein Flüchtling. In vielen Ländern, wie dem Südsudan, Afghanistan, der Ukraine oder Somalia, haben jahrelange Konflikte zwischen einzelnen ethnischen und religiösen Gruppen tiefe Gräben zwischen den Menschen gezogen. 

Seit Januar 2014 hält ein bewaffneter Konflikt im Irak an. Von seinen Folgen sind laut den Vereinten Nationen weit mehr als 15 Millionen Menschen betroffen. Mehrere Millionen Menschen sind vor den Kriegshandlungen in den Nordirak geflohen. Alleine die nordirakische Stadt Kirkuk nahm 750.000 Geflüchtete auf. Dort engagiert TERRA TECH sich seit 2013 in Zusammenarbeit mit der chaldäischen Erzdiözese Kirkuk-Sulaymania. 
 
Von Anfang an waren unter den Flüchtlingen viele junge Erwachsene und Studierende. Sie gaben nicht nur ihre Heimat und ihre gewohnte Umgebung auf, sondern mussten auch ihr Studium abbrechen. Ihnen droht Perspektivlosigkeit. 
 
 Bildung ist ein zentraler Punkt unserer Arbeit vor Ort im Nordirak. Zusammen mit unserem lokalen Partner, der chaldäischen Kirche, wollen wir jungen Menschen die Möglichkeit bieten, ihre Ausbildung wieder aufzunehmen. Mit viel Engagement werden daher die Studierenden in die Universitäten vor Ort eingegliedert. Durch die Diözese wurden Häuser und Wohnungen angemietet und grundsaniert. Die Räumlichkeiten wurden zu Gemeinschaftsunterkünften ausgebaut und mit Kochmöglichkeiten und Lernhilfen, wie z. B. Zeichentischen, ausgestattet. Laufende Kosten für Wasser, Strom und notwendige Reparaturen vor Ort werden übernommen. Die Studierenden werden mit Mahlzeiten und Essensgeld unterstützt, für Studierende mit Kind wird Babynahrung angeschafft. Aktuell nehmen 780 Studierende an dem Programm teil Bisher konnten bereits rund 150 Flüchtlinge ihren Abschluss nachholen. 
 
 Ein wichtiger Ansatz des Projekts ist, dass Religion oder ethnische Herkunft der Studierenden keine Rolle spielen, der Bezug der Wohnheime folgt akademischen Auswahlkriterien. Damit wird bewusst gegen herrschende gesellschaftliche Vorurteile und Beschränkungen gearbeitet, die das Alltagsleben im Irak prägen. Oder wie es einer der Studenten beschreibt: „Religion ist wie ein Paar Schuhe. Sie bleibt draußen vor der Tür. Im Haus sind wir alle Brüder." In den Unterkünften wohnen, kochen und Studieren die jungen Frauen und Männer gemeinsam.
 
Nachdem sie sich mit ihrem Studienabschluss eine Zukunftsperspektive erarbeitet haben, sollendie jungen Expert_innen in der Region bleiben und, nach Beendigung des Konflikts, den Wiederaufbau des Landes vorantreiben. Dabei sollen sie ihre interkulturellen Erfahrungen aus ihrer Studienzeit einbringen, um den gesellschaftlichen Vorurteilen, von denen die irakische stark Gesellschaft geprägt ist, etwas entgegenzusetzen. 


 


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