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Finanziert Spende für einen ehrenamtlichen Begleitdienst für schwangere Flüchtlinge

Trier, Deutschland

Finanziert Spende für einen ehrenamtlichen Begleitdienst für schwangere Flüchtlinge

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Wir möchten ehrenamtliche Begleitung für schwangere Flüchtlinge in Saarburg und Hermeskeil anbieten. Unsere Patinnen begleiten die Frauen während der Schwangerschaft (z.B. Untersuchungstermine), bei der Geburt und nach der Geburt des Kindes.

H. Kudjer-Lauer von Sozialdienst katholischer Frauen Trier e.V.Nachricht schreiben

Die Schwangerenberatung des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V. in Trier betreibt je eine Außenstelle in Saarburg und in Hermeskeil. Sowohl in Saarburg, als auch in Hermeskeil steigt die Zahl an Flüchtlingen. Hierunter sind oft schwangere Frauen, teilweise völlig alleine. In vielen Fällen sind den Frauen die medizinischen Versorgungsmöglichkeiten während der Schwangerschaft nicht bekannt. In der Beratungspraxis erleben wir sehr oft, dass die Frauen berichten, dass sie auf ihrer Flucht traumatischen Erlebnissen ausgesetzt waren. Es kommt aber auch vor, dass sie darüber gar nicht sprechen können, entweder weil sie und auch wir keine gemeinsamen Sprachkenntnisse haben oder weil das Erlebte so grauenvoll war, dass sie darüber gar nicht sprechen können. Die hier gängigen Untersuchungen im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge sind ihnen vielfach fremd und können in dieser Situation massive Ängste auslösen. Insbesondere Schwangerschaft und Geburt sind Ereignisse, die die Frauen aus unterschiedlichen Gründen (z.B. Vergewaltigungen, Verlust von Familienangehörigen auf der Flucht oder Tod eines Kindes) nochmals mit dem Erlebten konfrontieren. In dieser Situation alleine zu sein und noch nicht einmal die Möglichkeit zu haben sich mit Hilfe von Sprache zu verständigen und Ängste zu benennen ist sowohl für die Schwangere als auch für das ungeborene Kind mit massiven gesundheitlichen Risiken verbunden. Hier können unsere ehrenamtlichen Patinnen weiter helfen. Sie begleiten die Frauen zu Arztterminen, zu Beratungsterminen und bei Bedarf bei der Geburt. Ein Begrüßungsgeschenk für das Neugeborene und die Geschwisterkinder sollte selbstverständlich sein. Um dieses Ehrenamt gut ausüben zu können, brauchen Paten Unterstützung. Diese wird in Form von Dolmetschern, Supervision, Schulung und Begleitung durch hauptamtliche Mitarbeiterinnen sicher gestellt. Insbesondere bei den sensiblen Untersuchungsterminen beim Frauenarzt ist die korrekte Übersetzung unverzichtbar.Da die schwangeren Frauen häufig in kleineren Ortschaften im Umland von Trier untergebracht sind, können sie nur bedingt auf den öffentlichen Nahverkehr zurück greifen, um Facharzttermine, Beratungstermine oder die Entbindungsklinik aufzusuchen. Es müssen also auch Fahrdienste eingerichtet werden und die Ehrenamtlichen können ihr "Patenkind" besuchen und dabei unterstützen in dieser besonders belastenden Lebenssituation nicht zu vereinsamen. Nach der Geburt des Kindes kann die Patin Mutter und Kind noch über einen Zeitraum bis zu sechs Monaten weiter begleiten. In dieser Zeit unterstützt die Patin bei der Versorgung des Kindes wie zum Beispiel der Zubereitung der Säuglingsnahrung oder zu den Untersuchungsterminen beim Kinderarzt. Das Wohl der Mütter und Kinder liegt uns sehr am Herzen. Um ihnen gut helfen zu können, sind wir auf Spenden angewiesen. Dolmetscherkosten, Fahrtkosten, Supervision und vieles mehr, können wir nicht aus eigenen Mitteln bestreiten.