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Beendet Nothilfe in Bergdörfern Myanmars

Tachilek, Myanmar

Beendet Nothilfe in Bergdörfern Myanmars

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Katastrophale humantiäre Situation in den Bergdörfern Myanmars erfordert zügige Hilfe vor allem bei Kindern und alten Menschen

S. Spiecker von Terra Humana e.V.Nachricht schreiben

In den vergangenen Wochen besuchte unser Team viele Bergdörfer in Thailand, Burma und Laos. Unser Ziel war es, die Nöte und Sorgen dort noch besser zu verstehen. Die Strassen sind (falls vorhanden) in sehr schlechtem Zustand. Und so brauchten wir zwei Autostunden um 30km zurückzulegen. Bei jedem Windstoss zogen dichte Staubwolken durch die Strassen.
Die Zimmer teilten wir mit vielen Mitbewohnern der verschiedensten Tiergattungen und das Duschwasser war braun und hatte den gleichen unangenehmen Geruch, wie ich ihn sonst nur von der Abwasserkanalisation her kenne. Es ist unglaublich, unter welch schweren Bedingungen die Dorfbewohner ihr tägliches Leben meistern. Doch mit welchen Problemen auch immer sie zu kämpfen haben, Kinderarmut gehört mit Sicherheit nicht dazu. In jedem Dorf waren wir umringt von ganzen Heerscharen von Kindern. Familien mit 10 Kindern und mehr sind hier keine Seltenheit. Für die Menschen hier sind die Kinder gleichzeitig Krankenversicherung, Rentenversicherung, Pflegeversicherung und Arbeitslosenversicherung in einem. Ohne Kinder wären die Menschen im Alter ganz auf sich allein gestellt. Doch die Familien haben ein sehr geringes Einkommen und so müssen die Kinder von Anfang an ihren Beitrag zum Unterhalt leisten. Für Schule und Ausbildung bleibt nur wenig Zeit. Eine unserer Aufgaben ist es die Eltern davon zu überzeugen, dass eine angemessene Bildung und Ausbildung für die Kinder (und die ganze Familie) die Vorraussetzung für eine bessere Zukunft ist. Viele der Kinder leiden unter Mangelernährung und der daraus resultierenden Immunschwäche. Hautkrankheiten sind durch die schlechten hygienischen Verhältnisse weit verbreitet. Einige Kinder sind ganz auf sich allein gestellt, da ihre Eltern drogenabhängig sind oder sich aus anderen Gründen nicht mehr um sie kümmern können. Diese Kinder verbringen den ganzen Tag auf der Straße und sind auf die Almosen der Dorfbewohner angewiesen. Sie sind apathisch und verängstigt.