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Äthiopien: Landwirtschaft in der Wüste

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Diversifizierung der Lebensgrundlage: IOG begleitet die Bewohner von Arsis auf ihrem Wandel von Pastoralisten (Viehhaltung auf Naturweiden) zu Agro-Pastoralisten (auch Feldbau)

C. Schulze von Ingenieure ohne Grenzen e.V.Nachricht schreiben

Ausgangssituation:
 
Den Wolken folgen, weil sie den Weg zu Weiden für die Viehherden deuten, ist die traditionelle Lebensweise der Nomaden in der Afar-Region. Die wirtschaftliche Entwicklung Äthiopiens (Industrielle Plantagen, Salzabbau), staatliche Grenzen, sowie die fortschreitende Degradierung des Bodens und Verwüstung in der Afar-Region erschweren den Zugang zu Weideflächen immer mehr. Dies führt zu immer kleineren Viehherden und ausgedehnteren Wanderungen und somit zu einer hohen Anfälligkeit gegenüber Dürren, Fluten, und Krankheiten und eine ansteigende Konfliktbereitschaft unter den Clans.
 
Projektbeschreibung:
 
Ingenieure ohne Grenzen (IOG) unterstützt die Afar in Arsis bei ihrem Wandel von der traditionellen Viehwirtschaft zu einer Lebensweise, bei welcher neben der Viehhaltung auch der Anbau von Feldfrüchten einen wichtigen Beitrag zum Lebensunterhalt leisten soll. 
 
Neben dem Wandel selbst, mit all seinen Anforderungen wie z.B. dem Wissenstransfer und den unvorhersehbaren sozio-ökonomischen Folgen, ist es eine große Herausforderung, der Wasserknappheit und dem degradierten Boden entgegen zu wirken. Der Regen ist sehr gering, selten und stark schwankend in seiner Häufigkeit und Intensität. Für die Bewässerung sollen deshalb verschiedene Wasserquellen dienen. Regenwasser soll durch halbmondförmige Landschaftsstrukturen am Abfließen gehindert und im Boden gespeichert werden. Oberflächenwasser, das aus einem größeren Einzugsgebiet entspringt, soll in einem Trockenflusstal mit einem Damm aufgehalten und seitlich in zwei unterirdische Zisternen abgeleitet und für die Trockenzeit gespeichert werden  
 Für eine effiziente Bewässerung sollen Tongefäße vergraben und mit Wasser befüllt werden. Um diese werden dürreresistente Pflanzen (Mais, Hirse, Luzerne) in rotierender Mischkultur angepflanzt. Davon steigern einige Pflanzen zusätzlich die Bodenfruchtbarkeit, indem sie Stickstoff und Kohlenstoffdioxid binden. Der derzeitig karge Boden soll initial mit organischem und Struktur gebendem Material an geimpft werden.
 
Da der angestrebte Wandel eine große Herausforderung für alle beteiligten ist wird das Projekt durch eine sozio-ökonomische Studie des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) begleitet.
 
Projektstand:
 
Die technische Planung der Bauwerke ist bis auf Feinheiten soweit fertig. Dazu gehören vor allem der ressourcenschonende Bau eines Damms, überwiegend aus Steinen aus der Wüste, eines Kanals zu den Zisternen und die Zisternen selbst. Außerdem haben wir Schritte wie ein Teil des Dammbaus und die Tontopf-Bewässerung selbst ausprobiert.

Aktuell beschäftigen wir uns in der Projektgruppe hauptsächlich mit dem Fundraising: Neben dem Spenden sammeln auf betterplace sind wir auf der Suche nach einer Partnerstiftung und sind in Stuttgart unterwegs, um unser Projekt bekannter zu machen. Seit Juni haben wir auch eine Pfandaktion laufen, bei der wir mit Geschäften Kooperationen eingehen. Dabei können Kunden ihre Pfand-Bons an unser Projekt spenden.

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