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Medizinische Hilfen auf der Straße

Annette Schüller
Annette Schüller schrieb am 02.01.2020

Nach einer 25-Minütigen Autofahrt waren wir am letzten Punkt unserer Abendtour mit der Straßenambulanz angekommen. Hier fanden wir zwei Männer schlafend auf dem Boden liegen. Ganz behutsam und darauf bedacht, sie nicht zu erschrecken, sprachen wir die beiden an und versorgten sie mit Suppe und Isomatten, die sie dankend annahmen. Einer, der beiden Männer war stark alkoholisiert und hatte eine Verletzung an der Hand. Diese war zwar schon verbunden, aber der Verband war verdreckt und verdeckte die Wunde nur notdürftig. Der Verbandskoffer kam an diesem Abend zum Einsatz und ich reichte Desinfektionsspray, Mullbinde, Pflaster.



Da der Schlafplatz der Männer am Eingang einer S-Bahn Station war, kamen mehrere Menschen vorbei, die fragten, ob wir auch einen Kaffee, Tee oder etwas zu Essen für sie hätten. Darunter war eine Frau mit Hund, die sich zu uns gesellte und mit uns in fließendem Englisch sprach. Sie erzählte, dass sie in der Bahn verprügelt worden sei, dementsprechend sah sie auch aus. Eine große Beule am Kopf und mehreren Schürfwunden, die wir reinigten.

Nachdem die Wunden versorgt waren, versuchten wir uns noch mit unserem anfänglichen Patienten zu verständigen, was tatsächlich besser funktioniert hat, als gedacht. Dennoch war der Mann sehr betrunken und fiel immer wieder auf seine verletzte Hand. Auf der einen Seite tat es mir leid, ihm jetzt nicht mehr weiter helfen zu können. Auf der anderen Seite bin ich aber auch froh, dass an solchen Punkten unsere Arbeit aufhört und die Menschen für sich selbst verantwortlich sind. Wir werden ihn sicher wieder besuchen und vielleicht auch weiter helfen können.

Helene
FSJlerin der Ambulanz

Medizinische Hilfen ermöglichen
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