Finanziert Ein Küchengarten gegen den Eisenmangel in Indien

Nagpur, Indien

Finanziert Ein Küchengarten gegen den Eisenmangel in Indien

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Ein Projekt für gesunde Ernährung, gegen Ernährungsmängel bis hin zu Fehlgeburten. Im Modell-Küchengarten wachsen Kräuter, Gewürze, Gemüsepflanzen und Obstbäume. Schilder erläutern das eco-farming-Prinzip,den Vitamingehalt und Nutzen der Pflanzen.

-. MitarbeiterInnen der DIZ von Deutsch-Indische Zusammenarbeit e. V.Nachricht schreiben

Ein gartenbauliches Projekt für die gesunde Ernährung von Kindern, Schwangeren, Müttern und ihren Familien in Indien

Die Ausgangssituation
Bei der ärmeren Bevölkerung auf dem Land und in den Slums stehen Reis und Dhal (Linsen) auf dem täglichen Speiseplan, weil es billig ist und lange satt macht. Das Resultat der einseitigen Ernährung ist der nachgewiesene, zumeist schon sehr weit fortgeschrittene Eisenmangel vieler Frauen. Die Symptome reichen von ständiger Mattigkeit bis hin zu Fehlgeburten, weil der Körper das nötige Blut zur Ernährung des Kindes nicht mehr bilden kann.

Das Projekt
Ein Küchengarten bietet hier eine konkrete, unkomplizierte und preiswerte Hilfe zur Selbsthilfe für eine bessere Ernährung. Er kann, entsprechend eingerichtet, sogar auf allerkleinstem Raum (z.B. in Töpfen vor dem Haus oder Zelt), mit einfachsten Mitteln jederzeit angelegt werden und das tägliche Essen vitaminreich ergänzen.

Die Umsetzung
Auf der ökologisch betriebenen Modell-Farm Bamhani des Ecumenical Sangam in Nagpur (Zentralindien) (www.sangamonline.org) wird im Mai 2015 ein Modell-Küchengarten angelegt. Dort wachsen Kräuter und Gewürze, Gemüsepflanzen (Tomaten, Kürbisse, Okra usw.) und einige Obstbäume (Mango, Bananen, Papaya). Große Pflanzen beschatten die kleineren. Die Pflanzen werden mit einer die Bodenkrume schützenden Humusauflage des eigenen kleinen Komposthaufens (speist sich aus tägl. anfallenden Pflanzenresten) gedüngt und mit gereinigtem Abwasser aus der Pflanzenkläranlage der Farm versorgt. Die Anbauweise ist eine Mischkultur nach ökologischen Prinzipien („eco-farming“). Bebilderte Schilder informieren über „eco-farming“, Vitamingehalt und weiteren Nutzen der Pflanzen. Die Erträge des Modell-Küchengartens werden in der farmeigenen Küche für das kostenlose Essen der Auszubildenden und Kindergartenkinder verarbeitet.

Auf der Modellfarm finden bereits seit mehr als zwei Jahren regelmäßig sehr gut besuchte Großveranstaltungen, Seminare und Workshops zum Thema „Nachhaltige Landwirtschaft“ für Kleinbauern, Frauen und ihre Familien statt. So kann der Modell-Garten zu einem festen Bestandteil der Veranstaltungen werden und damit einem breiten Publikum vorgestellt werden. Für Besucher gibt es eine einfach bebilderte und beschriftete Nachbauanleitung und samenfestes Saatgut und Setzlinge zum Mitnehmen. Ein Zusatznutzen: Das Anbauprinzip „eco-farming“ ist auf die kleinbäuerlichen Anbauflächen übertragbar und unterstützt die Loslösung und Umstellung vom kostenintensiven konventionellen Anbau hin zum nachhaltigen kostensparenden ökologischen Anbau.

Projektkosten
Der Erstellungszeitraum für den Modell-Küchengarten ist auf 10 Monate festgelegt. In dieser Zeit fallen die Hauptkosten von 4.500€ an. Danach sind Pflege und Kosten gering.