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Schulbildung für die Mädchen auf dem Markt in Cotonou (Benin)

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Mädchen, die auf den Märkten in Benin arbeiten müssen, können häufig nicht lesen und schreiben. Oxfams Partner unterrichten in Klassenzimmer vor Ort, sensibilisieren für Kinderrechte und stärken die jungen Frauen.

L. Kindler von Oxfam DeutschlandNachricht schreiben

In der Hoffnung auf bessere Ausbildungschancen geben viele Familien in Benin ihre Kinder an fremde Familien in den Großstädten. Doch statt zur Schule zu gehen, müssen die Mädchen auf den Märkten ihren Unterhalt verdienen. Oxfams Partner unterrichten die Marktmädchen in einfachen Klassenzimmern, klären über Kinderrechte auf und versuchen, ein anderes Bewusstsein innerhalb der Gastfamilien zu schaffen. Bitte unterstütze das Projekt mit (D)einer Spende!

Alice steht an der Tafel. Mit einem langen, gelben Lineal, das sie als Zeigestab gebraucht, fährt sie beim Vorlesen Silbe für Silbe die Worte ab, die auf Französisch an der Tafel stehen. Es geht noch ein klein wenig stockend, aber die Worte kommen schließlich alle fehlerfrei. „Sehr gut“, lobt die Lehrerin und berührt Alice sanft am Arm, die daraufhin das Lineal an die Nächste weitergibt und mit einem zurückhaltenden Lächeln wieder in ihrer Schulbank Platz nimmt.

Anerkennung, Lob oder Zuneigung sind keine Selbstverständlichkeit für die Mädchen, die sich in dem kleinen Klassenraum auf dem Stadtteilmarkt St. Michel in Benins Wirtschaftsmetropole Cotonou zusammengefunden haben. Sie allesamt sind „Vidomègon“ (dt.: „weggegebene Kinder“): Kinder, die von ihren Eltern – zumeist in der Hoffnung auf bessere Ausbildungschancen – an fremde Familien in den Großstädten gegeben wurden.

Aber anstatt die ersehnte Ausbildung zu erhalten, müssen sie meist Haushaltsarbeiten und niedere Hilfsdienste verrichten, werden oftmals schlecht behandelt, geschlagen oder gar missbraucht. Die meisten der Mädchen müssen zusätzlich als Straßenverkäuferinnen oder Standhelferinnen auf den Märkten ihren Unterhalt verdienen.

Auf den Märkten errichtet Oxfams Partnerorganisation ASSOVIE einfache Holzhäuschen. Hier findet zweimal die Woche ein zweistündiger Unterricht statt, in dem die Mädchen binnen drei Jahren die Grundlagen von Lesen, Schreiben und Rechnen erlernen können. 
 
ASSOVIE wirbt durch breit angelegte Informationsveranstaltungen auf den Märkten für das Unterrichtsangebot. Gleichzeitig klären die Mitarbeiter*innen über Kinderrechte auf und versuchen, ein anderes Bewusstsein innerhalb der Gastfamilien, bei den Händler*innen aber auch bei einflussreichen Persönlichkeiten in den Gemeinden und Städten zu schaffen.

Dabei wirken die Mädchen selbst aktiv mit: Eine Pädagogin übt mit ihnen Sketche, kleine Theaterstücke und traditionelle Tänze ein. Diese Theaterarbeit stärkt ihr Selbstbewusstsein und hilft den Mädchen, mit ihren Erlebnissen fertig zu werden und neuen Mut zu schöpfen.

Eine Psychologin und zwei Streetworker nehmen sich insbesondere der stark verängstigten und traumatisierten Kinder an. Aber auch die Lehrer*innen beobachten ihre Schützlinge, suchen das Gespräch und versuchen, wo nötig, Halt zu geben. „Manche Kinder wollen nach dem Unterricht den Klassenraum gar nicht mehr verlassen“, sagt Bernadette Dzikpor Codjo, Lehrerin in St. Michel. „Für sie ist es ein geschützter Ort – ein besonderer Ort.“

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